In Hörde siegte bei der Bundestagswahl klar die SPD. © Susanne Riese (A)
Wahlergebnisse

Bundestagswahl in Hörde: Eine Partei erzielt hier ihr bestes Ergebnis

Mit einer Wahlbeteiligung von etwas über 77 Prozent liegt der Stadtbezirk Hörde im Süden hinten, genau wie bei der Briefwahl. Im Vergleich schneiden zwei Parteien auffällig besser ab.

Die Wähler im Stadtbezirk Hörde folgten bei der Bundestagswahl im Großen und Ganzen den allgemeinen Trends, die sich in ganz Dortmund abzeichnen. Die großen Gewinner sind auch hier die SPD und die Grünen; alle anderen etablierten Parteien müssen gegenüber der Bundestagswahl 2017 Rückgänge hinnehmen.

Allerdings entschieden die rund 144.000 Wählenden im Dortmunder Süden sich deutlicher als in allen anderen Stadtbezirken zugunsten von CDU und FDP. Mit einem Anteil von 11,8 Prozent bei den Zweitstimmen hat die FDP in Hörde die meisten Stimmen geholt, die benachbarten Stadtbezirke Hombruch (11,5 Prozent) und Aplerbeck (10,6 Prozent) folgen auf Platz 2 und 3.

Ähnlich sieht es bei der CDU aus, auch sie hat in den südlichen Stadtbezirken trotz Verlusten von 5,6 Prozent noch die meisten Anhänger: Der Zweitstimmen-Anteil in Hörde lag bei 21,4 Prozent (Hombruch 22,4 und Aplerbeck 21,6 Prozent).

AfD liegt weit hinten

Mit einem Anteil von 6,2 liegt die AfD weit hinten auf Platz 7 unter den 12 Stadtbezirken. Die Grünen holten mit einem satten Plus von 9,6 Prozent –17,8 Prozent der Zweitstimmen waren es in Hörde – im Süden vergleichsweise viele Stimmen. Mehr waren es nur in den drei Innenstadt-Bezirken.

Die Linke mit einem Stimmen-Minus von 4,6 Prozent rangiert im oberen Mittelfeld mit 4,2 Prozent in Hörde und etwas weniger in Hombruch und Aplerbeck.

Vergleichsweise schlecht war indes die Wahlbeteiligung in Hörde. Sie lag mit 77,3 Prozent zwar über der der letzten Bundestagswahl, aber weit unter der in Hombruch (82 Prozent) und Aplerbeck (79,2 Prozent).

Wahlbeteiligung in Dortmund war vergleichsweise niedrig

Immerhin machten aber auch in Hörde noch mehr Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch als im Dortmunder Durchschnitt von 73,8 Prozent. Andere Großstädte wie Düsseldorf oder Essen schneiden da mit insgesamt 77,3 beziehungsweise 74,4 Prozent besser ab.

34,0%
23,5%
17,5%
8,5%
6,4%
3,7%
6,3%
Poschmann (SPD)
Depenbrock (CDU)
Weber (Grüne)
Löhrer (FDP)
Helferich (AfD)
Lemke (Linke)
Sonstige

Die geringe Wahlbeteiligung in Hörde spiegelt sich auch bei der in diesem Jahr extrem stark nachgefragten Briefwahl wieder: Im Stadtbezirk nutzten etwas mehr als die Hälfte der Wählerinnen und Wähler – 51,4 Prozent – diese Möglichkeit, in Hombruch und Aplerbeck waren es 55,5 Prozent und 54,6 Prozent.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese