René und Oliver Kelbaßa leiten den Feinkostladen „Kelbaßa“ in Kirchhörde. © Schaper
Ungewöhnliches Sortiment

Dortmunder Laden bietet Feinkost aus Berlin und Umgebung

Spree-Gin aus Berlin, Marmelade aus dem Spreewald: Ein Feinkost-Geschäft im Dortmunder Süden bietet viele Spezialitäten aus dem Umland der Hauptstadt. Die Inhaber haben ein einfaches Konzept.

Beim Blick in den Laden weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Auf der linken Seite wartet die riesige Frischetheke mit Käse, Wurst, Fleisch und frisch zubereiteten Salaten. Gegenüber steht ein riesiges Spirituosenregal.

Dazwischen wartet eine lange Tafel mit süßen Köstlichkeiten – mit darüber hängenden riesigen orangen Lampen. „Wir betrachten den Laden als unser Wohnzimmer und wollen ihm unbedingt eine persönliche Note geben“, sagt René Kelbaßa.

Der Inhaber des gleichnamigen „Kelbaßa“ in Lücklemberg führt durch den Laden. Die persönliche Note wird sofort an den Produkten sichtbar. Die Zusammenstellung ist nämlich außergewöhnlich. In den Regalen findet man unter anderem Marmelade aus dem Spreewald, geräuchertes Bücklingsfilet aus Hiddensee oder Senf aus Schwerte und Spirituosen aus Werne.

Laden-Inhaber haben eine Schwäche für Berlin

„Unsere Philosophie ist es, dass wir die Produkte, die uns bei Besuchen in anderen Städten auffallen und die wir selbst mögen, in unser Sortiment mit aufnehmen“, beschreibt Oliver Kelbaßa, der zusammen mit seinem Ehemann den Laden betreibt.

Der Ziegenbock aus Pappe ist das Maskottchen des Ladens.
Der Ziegenbock aus Pappe ist das Maskottchen des Ladens. © Schaper © Schaper

Gerade in Berlin sind die beiden oft. Daher gibt es eine Vielzahl von Produkten aus der deutschen Hauptstadt und ihrer Umgebung. Oliver Kelbaßa wohnte zwei Jahre lang dort. Zusammen schlendern sie bei Besuchen durch die großen Kaufhäuser und holen sich Ideen für ihren Laden.

So fand auch der Spree-Gin den Weg nach Lücklemberg. Er enthält neben Gurken noch weitere Botanicals wie Lavendelblüten, Pomeranzenschalen, Koriandersamen und Süßholzwurzeln. „Ich trinke meinen Gin Tonic gerne mit einer frischen Gurke. Bei diesem Gin ist das doch gar nicht notwendig“, sagt René Kelbaßa mit einem Schmunzeln.

Bis zu 20 frische Salate

Vor drei Jahren übernahm er das Geschäft seiner Mutter. Früher war es eine Fleischerei, die einen Bäcker nebenan hatte. Der Bäcker zog jedoch in den Rewe ein Stück weit die Straße runter. Daher wurde die Fläche frei und die Idee einer Neugestaltung war geboren. Auch, weil Oliver Kelbaßa mit ins Geschäft einstieg. Vorher arbeitete er als Kaufmann bei der Deutschen Bahn.

Jeden Tag werden im Kelbaßa frische Salate zubereitet.
Jeden Tag werden im Kelbaßa frische Salate zubereitet. © Schaper © Schaper

Seitdem wird der Laden stets mit neuen Produkten bestückt – genauso wie die Frischetheke. Jeden Tag werden frische Salate zubereitet – bis zu 20 verschiedene gibt es hier zur Auswahl. Von Klassikern wie Kartoffel- oder Nudelsalat erwartet Besucher auch etwa ein Rindfleischsalat oder ein bunter Gemüse-Couscous-Mix.

Im Kelbaßa in Kirchhörde kann man auch gemütlich draußen sitzen, wenn es das Wetter zulässt.
Im Kelbaßa in Kirchhörde kann man auch gemütlich draußen sitzen, wenn es das Wetter zulässt. © Schaper © Schaper

Regelmäßig neu ist auch die Wochenkarte. Jeden Mittag wird frisch gekocht – Gerichte wie etwa gebratenes Lachsfilet mit Fettuccine in Weißweinsoße und kleinem Salat. „Bis zu 150 Portionen bereiten wir täglich zu“, erzählt René Kelbaßa.

Info

  • Das Kelbaßa findet man in der Kirchhörder Straße 69.
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 9.30 – 18 Uhr; Samstag: 09 – 14 Uhr.
  • Jede Woche gibt es wechselnde Speisekarte, die man auf https://kelbassa-feinkost.metro.biz einsehen kann.
Über den Autor
Volontär
Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad