Dieses Haus macht Platz für die Zufahrt zu einem neuen Wohngebiet. © Jörg Bauerfeld
Bauen im Dortmunder Süden

Ein Neubaugebiet ohne Zufahrt? Nach drei Jahren gibt es eine Entscheidung

Dass gebaut würde im Süden von Dortmund, stand seit 2018 fest. Nur getan hat sich auf der freien Fläche hinter der Kirche von St. Kaiser Heinrich noch nichts. Das Problem war die Zufahrt.

Man nehme ein Baugrundstück, gute Ideen und dann kommt das Problem: Wohin mit der Zufahrt zu den neu geplanten Häusern? Zu beachten ist da so einiges. Die Auslastung der Nebenstraßen, sind Kindergärten oder Schulen in der Nähe und gibt es überhaupt eine bestehende Zuwegung?

So geschehen auf dem Höchsten. Da gibt es zwischen dem Sommerbergweg und der Höchstener Straße ein freies Feld. Direkt hinter der katholischen Kirche St. Kaiser Heinrich. Hier soll, so schon seit mehr als drei Jahren der Plan, gebaut werden.

Wo jetzt noch Gras wächst, wachsen bald Häuser. Im Hintergrund ist die Katholische Kirche auf dem Höchsten.
Wo jetzt noch Gras wächst, wachsen bald Häuser. Im Hintergrund ist die Katholische Kirche auf dem Höchsten. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Die damals einzige existierende Zufahrt ist ein kleiner Grünstreifen, der vom Sommerbergweg in Richtung Osten abgeht. Nach dem Bekanntwerden des Bauvorhabens liefen hier die Anwohner Sturm. Eine Überlastung der ohnehin schon immer zugeparkten Wohnstraße wurde befürchtet. Also gab die Politik dem Ansinnen der Bürger nach und versuchte eine andere Lösung zu finden.

Erst der Verkauf eines Hauses brachte den Durchbruch

Dumm nur, dass alle Zufahrten zu weiteren Straßen bebaut waren. Erst der Verkauf eines älteren Hauses an der Höchstener Straße brachte die Rettung für den „Grundstücksentwickler“.

Fest steht jetzt, dass die Zufahrt zu dem neuen Baugebiet, auf dem rund 40 Grundstücke ausgewiesen werden sollen, nun von der Höchstener Straße erfolgt. Direkt neben dem Katholischen Friedhof wird die Einfahrt sein. Das noch an dieser Stelle stehende Haus ist schon entkernt worden und wird zeitnah abgerissen.

Aber wann kann es denn losgehen im Dortmunder Süden, wo die Eigenheime sehr stark nachgefragt sind? Laut Rudolf Kräling von der gleichnamigen Grundstücksgesellschaft, soll es spätestens Anfang 2022 mit der Vergabe der Grundstücke losgehen.

Grundstücke können in der Größe variieren

Gebaut werden kann demnach ohne Bauträgerbindung auf verschieden großen Grundstücken. Auch die Giebelform ist nicht vorgegeben. Neben den komplett privat finanzierten Eigenheimen wird es auch zehn Reihenhäuser mit gefördertem Wohnungsbau geben.

Trotz der neuen Zufahrt zum Baugbebiet über die Höchstener Straße wird es dennoch eine Anbindung an den Sommerbergweg geben. Allerdings nicht für Autos. Geplant ist ein Rad- und Fußweg durch das neue Wohngebiet.

Der Beschluss zur Offenlegung des Bebauungsplanes wird von den politischen Gremien im Übrigen spätestens Mitte 2021 erwartet.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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