Hier könnten, so ein Plan aus dem Internet, in naher Zukunft Tiny-Häuser gebaut werden. Im Hintergrund das „Highway-Cart-Racing“. © Jörg Bauerfeld
Kleine Häuser

Geheimnisvolle Baupläne für Tiny-House-Siedlung aufgetaucht – ein Fake?

Auf zwei kleinen Brachflächen im Dortmunder Süden soll eine Tiny-House-Siedlung entstehen. Das kann man zumindest dem Internet entnehmen. Vor Ort hat noch niemand davon gehört.

Die Baroper Bahnhofstraße ist ziemlich dicht bebaut. Eine Bahnlinie grenzt den Bereich nach Osten hin ab, was die Sache noch enger macht. Freie Grundstücke gibt es hier praktisch nicht mehr.

Lediglich nördlich der Kartbahn sind noch zwei Fleckchen unbebaut. Aus der Luft sehen diese Brachstücke, die auch eine leichte Hanglage haben, wie zwei zurückgelassene Restgrundstücke aus.

Die Grundstücke werden durch einen Fußweg durchschnitten

Durchschnitten werden sie von einem Fußweg, der von der Straße Am Spörkel auf die Baroper Bahnhofstraße führt. Und dort soll eine Bochumer Firma etwas Großes vorhaben. So steht es zumindest auf der Internet-Seite der amathabito GmbH. Die Firma, die sich auf die Modulbauweise von Tiny-Häusern spezialisiert hat, will an der Baroper Bahnhofstraße eine kleine Tiny-House-Siedlung errichten.

Die beiden Grundstücke liegen an der Baroper Bahnhofstraße und werden von einem Fußweg durchschnitten.
Die beiden Grundstücke liegen an der Baroper Bahnhofstraße und werden von einem Fußweg durchschnitten. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Oder etwa nicht? „Ich weiß von diesen Plänen überhaupt nichts“, sagt Hombruchs Bezirksbürgermeister Nils Berning. Es sei ja sicher auch Geschmackssache, wo man ein Haus errichten wolle. Er könne sich aber kaum vorstellen, dass an dieser Stelle so etwas geplant sei. Der Bezirksvertretung in Hombruch liege nichts vor.

Das sieht auf der Internetseite der amathabito GmbH ganz anders aus. „In Dortmund-Barop planen wir aktuell eine Minihaus-Siedlung“, heißt es dort. Wobei die Pläne, die dort auftauchen, vermutlich nur erste Skizzen sind. Zu sehen sind sechs verschiedene Modulhäuser verschiedenster Größe jeweils mit einer kleinen Terrasse.

„Das habito Village bietet nachhaltigen Wohnraum, in dem die Bewohner voneinander profitieren und sich gegenseitig unterstützen. Das barrierefreie Dorf aus Modulhäusern stellt ein wegweisendes Baukonzept mit ökologischem Einsparpotenzial dar. Innenausstattung, Dachbegrünung, Außenflächen-Planung und mehr werden flexibel für die Modulhausbesitzer geplant“, ist im Internet zu lesen.

Anbieter der Häuser ist seit Tagen nicht erreichbar

Ob dies aber jemals umgesetzt wird, ist fraglich. Oder sind die Baroper Pläne nur ein Fake? Zwar gab es schon auf Hombrucher Boden eine PR-Aktion des Anbieters, als eines der kleinen Häuser eine Zeitlang in der Nähe des Torhauses im Rombergpark zu Werbezwecken geparkt war, aber bei der Firma selbst ist seit Wochen niemand zu erreichen. Nicht per E-Mail und auch nicht über die auf der Internet-Seite angegebene Telefonnummer.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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