BSV Schüren

Gute Nachrichten für BSV Schüren nach Hochwasserschäden im Juli

Gegen den TuS Bövinghausen 0:4 verloren, drei Spieler länger verletzt. Die Stimmung beim BSV Schüren müsste im Keller sein. Doch in Sachen Hochwasser-Schäden gibt es Grund zur Freude.

Es war sein Geburtstag. Eigentlich wollte Peter Seifert zu seiner eigenen Feier fahren. „Aber wir kamen nirgendwo durch“, berichtet der Vorsitzende des BSV Schüren. Es war der Tag des Starkregenereignisses im vergangenen Juli.

Weil er wusste, dass die Plätze des Vereins direkt an der Emscher liegen und die Umkleidekabinen im Keller der Jugendfreizeitstätte Schüren sogar besonders tief, fuhr er dort vorbei. Und entdeckte das Unheil.

„60 Zentimeter stand das Wasser in den Kabinen“, so Peter Seifert. Zum Glück erreichte das Wasser nicht den Kunstrasenplatz und die dortigen Gebäude.

Doch der Keller der Jugendfreizeitstätte war komplett durchnässt. Und mitten im Wasser stand die gerade angeschaffte Heizungsanlage, die noch gar nicht eingebaut war.

Die Vereinsmitglieder hatten die Corona-Zeit genutzt, um die Anlagen des Vereins gründlich zu überholen. Neue Duschen für die Mannschaften und die Schiedsrichter. Neue Geräte in der Küche. Und die Jugendabteilung verkauft ihre Grillwurst nun aus einer generalüberholten Bude. Das meiste blieb verschont, nur der Keller Jugendfreizeitstätte wurde nass.

Insgesamt hatte der Verein 50.000 Euro in die Hand genommen. Die Heizung war der größte Einzelposten. Der Kundendienst vom Hersteller stellte aber klar, diese Heizung dürfe niemals in Betrieb gehen, die Elektronik hatte die Flut nicht überstanden.

Peter Seifert musste aber nicht lange Trübsal blasen. Eine Bekannte machte ihn auf die Spenden-Möglichkeit der Aplerbecker Sparkasse aufmerksam. Er schrieb einen Spenden-Antrag und eine Woche später hatte der Verein 5000 Euro auf dem Konto.

Unbürokratische Hilfe

Die neue Heizung ist bereits da, eingebaut und sorgt für warmes Duschwasser. Am Dienstag (14.9.) konnte sich Jeanette Miksch von der Sparkasse anschauen, was aus der Hilfe ihrer Bank geworden ist.

Die Sparkasse hatte in den Tagen nach der Flut mehreren Vereinen und Einrichtungen kurzfristig und unbürokratisch mit Geldspenden geholfen.

Peter Seifert konnte ihr einen Kabinentrakt präsentieren, der komplett wie neu wirkt. Nur das Brummen zweier Trocken-Geräte ein paar Räume weiter erinnert an die Überflutung.

Neues Basketballfeld

So steht der BSV Schüren relativ kurz nach der Überflutung mit einer makellosen Sportanlage da. Und die Entwicklung soll noch weiter gehen. Dort, wo sich vorher der alte Ascheplatz befand, hat der BSV inzwischen ein Kleinfeld und einen Beachvolleyball-Sandkasten gebaut.

Da bleibt noch ein wenig Platz für ein Basketball-Feld. Das soll demnächst kommen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann