NRW-Innenminister Herbert Reul am Phoenix-See, hier bei einem Bürgerdialog mit dem Dortmunder CDU-Bundestagskandidaten und Hörder Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock. © Kevin Kindel
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Hat die Stadt eine Lösung des Poser-Problems am Phoenix-See?

Offensichtlich ist die Stadt gewillt, eine Lösung für das Poser- und Tuner-Problem am Phoenix-See zu finden. Eine erste Maßnahme zur Entlastung der genervten Anwohner ist durchgesickert.

Vor rund zwei Monaten lud Michael Depenbrock, Bezirksbürgermeister in Hörde und CDU-Bundestagskandidat, zu einem Bürgerdialog mit den Anwohnern des Phoenix-Sees. Thema war die Poser-, Tuner- und auch Raser-Szene, die am See wiederholt mit aufheulenden Motoren, lauter Musik, illegalen Straßenrennen und Vermüllung für Unruhe sorgt und die Anwohner um ihre Nachtruhe bringt.

Die Vorschläge, so Depenbrock, reichten von einer Sackgassen-Regelung, über Straßen-Sperrungen oder -Unterbrechungen bis zu Schwellern. Das alles habe er mitgenommen in ein Gespräch mit Oberbürgermeister Thomas Westphal und Polizeipräsident Gregor Lange.

Rumfahren nicht mehr möglich

Die Verwaltung habe sich bereiterklärt, die Vorschläge auf Machbarkeit zu prüfen und zu testen. Bei einem zweiten Bürgerdialog am 19. August werden die Ergebnisse vorgestellt. Eines wusste Depenbrock aber schon zu berichten: Die Stadt ziehe eine Unterbrechung der Phoenixseestraße in Erwägung, „dass dieses Rumfahren nicht mehr möglich ist.“

NRW-Innenminister Herbert Reul, der am Freitag (30.8.) mit Depenbrock den Phoenix-See besuchte, hält städtebauliche Maßnahmen gegen die Raser- und Poserszene für „eine gute Idee“. Ebenso Tempo 30 nachts auf dem Wall: „Das habe ich sofort den Dortmundern geklaut und den Düsseldorfern erzählt.“ Denn auch in der Landeshauptstadt gibt es dieses Problem.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle