Franz-Bernd Große-Wilde (Spar- und Bauverein), Thomas Westphal, Oberbürgermeister Stadt Dortmund, Britta Schmeck (Spar- und Bauverein) und Gerald Kampert (Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, Stadt Dortmund, v.l.) bei der Enthüllung der Info-Tafel. © Jörg Bauerfeld
Bauprojekt Daelweg

Hier gibt es die meisten Energiesparwohnungen in Dortmund – alle zur Miete

Mit einer Siedlung in Schüren hat der Spar- und Bauverein ein großes Ding auf die Beine gestellt. Knapp die Hälfte aller Energiesparwohnungen in Dortmund stehen in der Nähe des Phoenix-Sees.

Für den Spar- und Bauverein ist das Bauprojekt Daelweg eine Investition in die Zukunft. Aber es war auch das Teuerste in der bisherigen Geschichte. 24 Millionen Euro hat der Bau der Energiesparsiedlung gekostet. „Das war wirtschaftlich sicher schon an der Grenze“, sagt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins.

Nach gut zehn Jahren Planung, Vorbereitung und Bau stehen jetzt 61 Wohnungen und 17 Einfamilienhäuser mitten in Schüren.

Die letzten Arbeiten wurden vor wenigen Wochen abgeschlossen

„Mit den letzten Arbeiten sind wir erst vor einigen Wochen fertig geworden“, sagt Britta Schmeck, verantwortlich für die Neubau und Projektentwicklung beim Spar- und Bauverein.

Ein großer Platz mitten in der Siedlung, die äußerst großzügig gestaltet ist. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Das Besondere: alle Wohnungen und Häuser sind Mietobjekte. „Wir sind froh, dass wir so ein Wohnen hier anbieten können“, sagt Große-Wilde. Und es ist sozusagen ein „Mehrgenerationen“-Projekt, das in Schüren entstanden ist.

Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich

Die Wohnungen sind alle barrierefrei eingerichtet und zugänglich und teilweise auch von älteren Mietern bewohnt. In den Einfamilienhäusern sind mehr junge Familien zu finden.

Ein großer Platz mit Spielmöglichkeiten und Ruheplätzen ist der Mittelpunkt des Wohnquartiers; neu angelegte Rad- und Fußwege führen von hier in wenigen Minuten zum Phoenix-See oder auf den Emscherradweg. Für Gerhard Kampert vom Bauordnungs- und Planungsamt Dortmund ist die Siedlung ein großer Schritt, dem Ziel „100 Energie-Plus-Häuser“ für Dortmund ein großes Stück näherzukommen.

Oberbürgermeister Westphal war beeindruckt

Auch Oberbürgermeister Thomas Westphal zeigte sich beeindruckt von der Siedlung. „Der Neubau kann wie kaum ein anderer Bereich einen entscheidenden gesellschaftsrelevanten Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Dies gilt es in Dortmund dauerhaft voranzutreiben und Bauanträge und Baustellenkoordination zu forcieren.“

Aber was macht die Häuser und Wohnungen in Schüren so besonders?

Da ist einmal das Blockheizkraftwerk, das in Kombination mit Photovoltaikanlagen auf den frei stehenden Einfamilienhäusern das „Plus“ an Energie erzeugt.

Insgesamt übertrifft das Quartier die gesetzlichen Anforderungen an ressourcenschonenden Neubau um 30 Prozent.

Ein Mobilitätskonzept gehört auch dazu

Auch ein Mobilitätskonzept gehört zu der Wohnsiedlung. So gibt es eine Tiefgarage und einen zentralen Nachbarschaftsparkplatz – damit der Autoverkehr innerhalb der Wohnanlage minimiert wird.

Und damit auch jeder sieht, wie außergewöhnlich das Projekt ist, enthüllte Westphal eine Info-Stele mitten in der Siedlung.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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