Verletzungen gab es auch an der Schnauze des Tieres. © privat
Polizei-Einsatz

Hunde jagen Rehkitz in der Berghofer Mark – Tier überlebt nicht

In der Berghofer Mark haben zwei Hunde ein Rehkitz offenbar länger gejagt und schließlich so schwer verletzt, dass es getötet werden musste. Auch die Polizei war im Einsatz.

Ein schwer verletztes Reh musste jetzt in der Berghofer Mark von seinen Leiden erlöst werden. Zeugen berichten der Polizei, dass zwei Hunde das Rehkitz gejagt hätten.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 7. Oktober. Kurz nach 17 Uhr wurde die Polizei in die Berghofer Mark gerufen. Im Bereich der Unteren Egge wurde schließlich ein verletztes Reh gefunden. Das Tier war so schwer verletzt, dass es „vom Jagdausübungsberechtigten getötet werden musste“, teilt die Polizei mit. Das Tier war massiv an Hals, am Mund und zwischen den Keulen verletzt.

„Kein anderer Schutz als das vernünftige Handeln des Menschen“

Laut Zeugenaussagen haben Hunde das Tier verletzt. Die Jagd der Tiere muss auf den Wiesen und Feldern zwischen der Obermarkstraße und der Straße Untere Egge stattgefunden haben. Es soll sich bei den Hunden um einen Yorkshire Terrier und einer Mischung aus Dackel und Terrier gehandelt haben. Die Jagd der Hunde soll länger gedauert haben. Erste Hinweise gab es offenbar bereits zwei Stunden zuvor.

Auch im Hinterkopf des Tieres waren Bisswunden erkennbar. © privat © privat

Jörg Tigges ist Vorsitzender der Kreisjägerschaft Dortmund. Den konkreten Fall kenne er nicht, aber er wisse aus Erfahrung: Immer wieder muss er Hundehalter ermahnen, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Über einen Kamm scheren möchte Tigges die Hundehalter aber auf keinen Fall: „Es gibt sehr vernünftige und sehr unvernünftige“, sagt der Vorsitzende.

Wie viele solcher Vorfälle, wie jenen aktuellen aus der Berghofer Mark, es tatsächlich gibt, kann Tigges nicht sagen.

Es gebe keine verlässlichen Zahlen. „Die Dunkelziffer ist sicher hoch“, so Tigges. „Die Menschen sagen immer über ihre Hunde, die tun nichts, aber vielleicht wissen sie auch gar nicht, was die tun.“ Und weiter: „Wir als Menschen müssen die Natur schützen“, sagt Tigges. „Das Wild hat keinen anderen Schutz als das vernünftige Handeln des Menschen.“

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Redaktion Dortmund
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Britta Linnhoff