Todkranke Kinder unterstützen Dance-Academy lockt mit Glühwein, Schnupperkursen und viel Herz

Redakteur
Sonja Burhenne, Roberto Da Siva und Dagmar Petzgen – Dance-Academy und Löwenzahn
Die Leitung der Dance-Academy in Hombruch, Sonja Burhenne und Roberto Da Siva (v.l.), hofft auf einen großen Spendentopf für die Kinderhospizarbeit. Rechts ist Dagmar Petzgen vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Löwenzahn. © Jörg Bauerfeld
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Es ist vielleicht der wichtigste Tag in der Geschichte der Dance-Academy an der Leostraße. Doch es ist ein Tag, in dem sehr viel Herz und Menschlichkeit steckt. Am Sonntag (4.12.) lädt die Hombrucher Tanzschule zu einem Tag der offenen Tür ein. Um 14 Uhr geht es los, das Ende ist zunächst einmal offen. Natürlich dreht sich dabei vieles um das Tanzen und es gibt Schnupper-Tanzkurse.

Zwischen 17 und 18 Uhr können junge und jugendliche Tänzerinnen und Tänzer an verschiedenen Probekursen teilnehmen. Die Erwachsenen kommen ab 18.40 Uhr zu ihrem Recht. Dann startet der Probekurs für Erwachsene. Roberto Da Silva und sein Team haben an diesem Tag aber noch einen ganz besonderen Auftrag: Sie sammeln Spenden für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Löwenzahn. Eine Einrichtung, die todkranken Kindern und ihren Familien hilft, das schwere Schicksal gemeinsam zu meistern.

Weihnachtsmarkt an der Tanzschule

Um möglichst viel Geld zusammenzubekommen, gibt es auf dem Hof der Tanzschule an der Leostraße 20 einen richtigen Weihnachtsmarkt. Glühwein, Kinderpunsch, Bratwürstchen und vieles mehr sind im Angebot. Das Team der Tanzschule schlüpft in weihnachtliche Kostüme und sorgt drinnen wie draußen für Stimmung.

Weihnachten an der Dance-Academy
Das Team der Dance-Academy wird sich am Sonntag in weihnachtliche Kostüme werfen. © privat

„Die gesamten Einnahmen des Tages gehen an Löwenzahn“, sagt Sonja Burhenne. Sie ist Mitleiterin der Dance-Academy und die gute Seele des Hauses. Sie ist Ansprechpartnerin für alle und jeden und hat den Kontakt mit dem Verein Löwenzahn initiiert. Der betreut derzeit rund 53 Familien mit todkranken Kindern und Jugendlichen in Dortmund und Umgebung.

65 ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich um betroffene Kinder, deren Eltern und Geschwister. Für sie wurde ein völlig neues Konzept entwickelt. „Wir begleiten die erkrankten Kinder bis zu ihrem Tod und die Geschwister und auch die Eltern darüber hinaus“, sagt Dagmar Petzgen, die sich seit 2019 ehrenamtlich in der Geschwistergruppe des Kinderhospizdienstes Löwenzahn Dortmund engagiert.

Finanzielle Unterstützung

Die Kinderhospizarbeit sei eine Tätigkeit, die immer unter dem Radar stattfinde. Vielleicht, weil das Thema schwerstkranker Kinder für viele Menschen zu schwer zu ertragen ist. „Wir möchten unseren Verein bekannter machen“, erklärt Dagmar Petzgen. Zu wichtig sei die Kinderhospizarbeit. 2018 wurde Löwenzahn in Dortmund aufgebaut. Die Zahl der Menschen, die die Hilfe benötigen, steigt stetig.

„Bei Hospiz hat jeder im Kopf, die Kinder sind so krank, dass wir immer händchenhaltend mit dem sterbenden Kind am Bett sitzen. Das machen wir gar nicht. Wir begleiten das Leben“, sagt Dagmar Petzgen. „Von der Diagnose an, wo der Arzt sagen muss, dass die Krankheit eines Kindes tödlich verläuft, begleiten wir die Kinder und die Familien, die diesen Schock irgendwie verdauen müssen.“

Und für diese wichtige Tätigkeit braucht Löwenzahn finanzielle Unterstützung. Ein dicker Batzen dafür soll am Sonntag (4.12.) an der Dance-Academy gesammelt werden.