Martin Fenster am Tiranaweg. Trotz Baustelle parken hier die Autos kreuz und quer. Und nicht nur hier, sondern an vielen Stellen der Stadtkrone Ost. © Jörg Bauerfeld
Stadtkrone Ost

Martin Fenster sorgt sich um sein Quartier – auch der BVB bekam das zu spüren

Martin Fenster wohnt gerne im Quartier Stadtkrone Ost. Und damit das auch so bleibt, kümmert sich der Dortmunder, wenn es Probleme gibt. Auch, wenn ein BVB-Profi darin verwickelt ist.

Der E-Mail-Verkehr, den Martin Fenster mit der Stadt Dortmund führt, geht schon über Jahre. Themen des Nachrichtenverlaufs sind die kleinen und großen Dinge des Alltags, die mächtig nerven können: verdreckte EDG-Container-Standorte, Falschparker und Wege, die einfach nicht wieder hergerichtet werden.

„Ich habe mir keine Freunde bei der Stadt gemacht, aber das ist mir auch egal“, kommentiert Martin Fenster seine Bemühungen.

„Ich bin nicht der einzige, der sich aufregt“

Er wohnt im Bereich Stadtkrone Ost. „Einem tollen Wohngebiet, in dem man sich wohlfühlen kann“, sagt er. Und er möchte, dass dies auch so bleibt. „Ich bin da nicht der einzige, der sich immer wieder aufregt, aber ich spreche die Dinge an“, erklärt Martin Fenster.

Und damit eckt er an bei der Stadt. Manchmal verwirrt er die Beteiligten auch so sehr, dass er E-Mails erhält, die eigentlich gar nicht für ihn bestimmt sind. „Da hat dann ein städtischer Mitarbeiter, den ich angeschrieben hatte, wohl versehentlich auf ‚Antworten‘ geklickt.“

Die Zufahrt von der Stockholmer Allee zum Tiranaweg: Der ist immer wieder komplett zugeparkt.
Die Zufahrt von der Stockholmer Allee zum Tiranaweg: Der ist immer wieder komplett zugeparkt. © Jörg Bauerfeld

Und das, was eigentlich an Oberbürgermeister Thomas Westphal gerichtet war, ist daraufhin an Martin Fenster gegangen. Es ging dabei um Punkte, die der Anwohner der Stadtkrone Ost angemahnt hatte, worauf er aber von der Stadt keine Antwort erhalten hatte. „Ich habe dann auch mal nachgefragt, ob es Standard sei, keine Antwort zu bekommen.“ Aber darauf gab es auch keine Antwort.

Es ging dabei um die immer wieder überlaufenden EDG-Container-Standorte. „Aber seitdem ist es wesentlich besser geworden.“ Verstehen kann Martin Fenster die Einstellung der Stadt nicht – beispielsweise, was die Situation am Tiranaweg angeht, einer kleinen Straße von der Stockumer Allee in Richtung B1.

Für Kinder ist es ein Schulweg in Richtung Stadtbahnhaltestelle und Europaschule. Für zahlreiche Gäste der Stadtkrone Ost ist es aber scheinbar auch ein Ort, an dem man einfach wild parken kann, so Martin Fenster.

Auch ein BVB-Profi musste schon kapitulieren

Zwar sei es in Corona-Zeiten nicht mehr ganz so schlimm, da zahlreiche Mitarbeiter der anliegenden Firmen im Homeoffice seien, aber immer wieder würde im nördlichen Teil des Tiranaweges gnadenlos auf dem Bürgersteig geparkt – und nicht nur da.

Auch ein prominenter Fußballer, der auf der Stadtkrone Ost gewohnt hat, habe immer sein Fahrzeug auf dem Bürgersteig geparkt. „Da habe ich Borussia Dortmund angeschrieben, da hat er dann da nicht mehr geparkt.“

Jetzt ist Martin Fenster sicher jemand, der auch einmal aneckt. Aber warum? „Ich möchte einfach, dass die Stadtkrone Ost weiterhin eine lebenswerte Wohngegend bleibt.“ Und daher wird die Stadt Dortmund sicher noch weitere E-Mails von Martin Fenster erhalten. Und vielleicht sogar auch mal wieder Borussia Dortmund.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
Zur Autorenseite
Jörg Bauerfeld

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.