So sieht ein Prototyp der Socken aus, die das junge Unternehmen vertreiben will. © privat
Firmengründung

Mutig gegen den Corona-Blues: Startup-Unternehmen „Omma“ setzt soziales Zeichen

Ein Unternehmen in Corona-Zeiten an den Start zu bringen, ist schon etwas Besonderes. Wenn das Unternehmen dann noch ein Ziel verfolgt, von dem Senioren profitieren, ist das beachtlich.

Der Name der Firma gibt schon einen Hinweis auf das, was die beiden jungen Dortmunder vorhaben. „Omma“ heißt das Sozial-Startup, dass mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Startnext beginnen wird.

Ab dem 1. März können hier interessierte Bürger die Firmengründung von Christopher Grobe (23) und Felix Rosenbaum (22) unterstützen – über ihre Internetseite www.omma-socken.de. Und so ein wohl einmaliges Projekt für Dortmund mit aus der Taufe heben. Aber was steckt hinter dem Firmennamen „Omma“?

Alles dreht sich um die bunten Socken

Eigentlich ganz einfach. Es dreht sich um Socken. Genauer gesagt um „Omma-Socken“, bunten Fußschmuck mit einem Omma-Logo – angelehnt an die bekannten Happy-Socks. Kunterbunte Socken mit Mustern oder Motiven, die total angesagt sind.

Das Besondere an der neuen Firma, die in Sölde beheimatet sein wird, ist aber die Hilfe für Senioren. Mit dem Verkauf der Socken wollen die beiden Dortmunder die Altersarmut ein stückweit bekämpfen.

Christopher Grobe und Felix Rosenbaum starten am 1. März mit einer Crowdfunding Aktion.
Christopher Grobe und Felix Rosenbaum starten am 1. März mit einer Crowdfunding Aktion. © privat © privat

Die Idee: Ein Paar Socken soll zum Preis von 14,99 Euro in den Verkauf gehen. Von dem eingenommenen Geld fließt ein gewisser Teil als Spende in die Bekämpfung der Altersarmut. Die Socken sind im Übrigen zu 90 Prozent aus Bio-Baumwolle gefertigt und besitzen das Öko-Tek 100 Zertifikat.

Aber was treibt die Firmengründer an? „Wir kennen uns schon länger, haben beide studiert im Bereich Wirtschaft und uns war vor gut einem Jahr schon klar, dass wir unser eigenes Ding aufziehen“, sagt Felix Rosenbaum. Wichtig war den beiden auch von Anfang an, dass die Firmengründung einen sozialen Hintergrund haben müsse.

Das Geld soll nicht im Vordergrund stehen

„Es sollte nicht das Geld im Vordergrund stehen, sondern die Idee, dass man etwas bewegen kann“, so Rosenbaum. „Wir haben noch keine Familie und so können wir einfach mal was riskieren.“

Aber wie kommt man dann auf die Altersarmut? „Ich habe da nur an meine Oma gedacht. Wenn die meinen Opa mal nicht mehr hat, ist es finanziell schon nicht mehr so rosig“, sagt der 22-Jährige.

Ein Projekt gegen die Altersarmut

Die Idee mit den Socken kam dann von einer Oma der beiden. Die hat immer Socken gestrickt, „und das fanden wir immer ziemlich cool“. Die Firmengründer gingen tiefer in die Recherche. Bekamen heraus, dass in Deutschland 2,8 Millionen Rentnerinnen und Rentner armutsgefährdet sind und wollen hier etwas unternehmen.

Dass die beiden ihren eigentlichen Plan nicht umsetzen konnten, also, dass alte Menschen die Socken selbst herstellen und das Produkt dann verkauft wird, liegt an der Corona-Pandemie. Also haben die Firmengründer einen Weg gesucht, der sich auch während deiner Pandemie umsetzen lässt. Eine Firma wurde gesucht und gefunden, die die Socken jetzt produzieren wird – fair und nachhaltig.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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