Plötzlich war sie da: Die Absperrung, die Anlieger dazu zwingt, eine große Umleitung zu fahren. © Britta Linnhoff
Reparaturarbeiten

Nach Tagesbruch: Obermarkstraße soll bald wieder durchgehend befahrbar sein

Ein Tagesbruch zwingt Bewohner der Berghofer Mark seit Mitte September zu Umwegen über mehrere Kilometer mit vielen Baustellen. Jetzt gibt es Hoffnung, dass das bald vorbei ist.

Anlieger der Obermarkstraße rieben sich Mitte September ungläubig die Augen: Plötzlich war die Straße in Höhe der Hausnummer 68 versperrt. Baustellenbaken grenzten eine relativ kleine Fläche ein. Fußgänger und Radfahrer kamen noch durch, für Autos gab es keine Chance.

Warum das Ganze? Das war die Frage, denn außer einer kaputten Asphaltdecke – die aber in der gesamten Straße ähnlich schlecht aussieht – war nichts zu sehen. Informationen vor Ort gab es nicht. Auf Anfrage teilte die Stadt seinerzeit mit: Es handele sich wohl um einen Tagesbruch wegen einer kaputten Sinkkastenleitung. Wie lange es dauern wird, den Schaden zu reparieren, konnte man damals nicht sagen. Es fehlte an Personal. Es gab wohl mehrere solcher Schäden in der Stadt. Man kam nicht hinterher.

Für die Bewohner der Berghofer Mark hatte das vermutete Loch unter der Straße gravierende Folgen: Die Obermarkstraße wurde zur Sackgasse. Die Umwege führten Richtung Berghofen über den Schönen Pfad hinunter auf die Wittbräucker Straße und hinein die dortige Baustelle mit Ampel. Zu Stoßzeiten kein Vergnügen. Geduld ist gefragt.

Der Weg Richtung Höchsten führt ebenfalls in eine Baustelle, auf die Höchstener Straße. Die Donetz (Dortmunder Netz GmbH) arbeitet hier schon länger am Versorgungsleitungssystem, und zwar zwischen der Wittbräucker Straße und der Untermarkstraße. Stück für Stück arbeitet man sich vor.

Inzwischen haben die Mitarbeiter des Tiefbauamtes die Schäden sichtbar gemacht, mehr aber noch nicht (Stand 19.10.)
Inzwischen haben die Mitarbeiter des Tiefbauamtes die Schäden sichtbar gemacht, mehr aber noch nicht (Stand 19.10.) © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Reparaturarbeiten haben jetzt begonnen

Nun aber ist ein Ende des Einbahn-Straßen-Kapitels in der Obermark in Sicht: Am Montag (18.10.) haben Mitarbeiter des Tiefbauamtes damit begonnen, den Schaden zu beheben. Anlieger berichteten, es seien zeitweise acht Arbeiter vor Ort gewesen. Einen Tag später, am Dienstagmittag (19.10.), sind die Arbeiter nicht zu sehen. Sie haben aber die Sache freigelegt.

Die Antwort der Stadt auf eine Anfrage macht Hoffnung, dass die Arbeiten bald beendet sein werden. Stadt-Pessesprecher Christian Schön: „Sofern im Untergrund keine weiteren Schäden erkennbar werden, rechnen wir damit, dass die Arbeiten bis zum Ende der Woche abgeschlossen sein können und die Sperrung dann aufgehoben werden kann.“

Es werde außerdem noch „ein weiterer kleiner Schaden in der Straße behoben“, der aber keine Vollsperrung nötig mache. Bleibt zu hoffen, dass nicht doch noch irgendwo ein weiterer Schaden bei den Reparaturarbeiten an der maroden Straße gefunden wird, der die Pläne wieder zunichte macht.

Seit Jahren schon gilt Tempo 10 in der Obermark, weil die Straße in einem katastrophalen Zustand ist.
Seit Jahren schon gilt Tempo 10 in der Obermark, weil die Straße in einem katastrophalen Zustand ist. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Die Obermarktstraße gilt als eine der kaputtesten Straßen in Dortmund. Ein Neubau der Straße ist nach vielen Anläufen und Protesten der Anlieger nun für das zweite Quartal 2023 geplant Solange wird eben repariert und verfüllt wie aktuell. In der Straße gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 10 – übrigens seit 2013.

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Leben erleben, mit allem was dazugehört, das ist die Arbeit in einer Lokalredaktion, und das wird auch nach mehr als 30 Jahren niemals langweilig, in der Heimatstadt Dortmund sowieso nicht. Seriöse Recherche für verlässliche Informationen ist dabei immer das oberste Gebot.
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Britta Linnhoff

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