iPads und Touchscreens

Raus aus der Kreidezeit: An dieser Schule klappt die Digitalisierung

Da war auch der Schulleiter ein wenig baff. In den Sommerferien sollten die neuen Touchscreen-Tafeln an der Emscherschule eingerichtet werden - und es hat geklappt. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber doch.

Hubert Mittler ist ein Freund von klaren Worten. Wenn etwas nicht klappt, dann sagt er es ohne Umschweife. Und da gab es in den letzten Jahren einiges. Diesmal hat etwas geklappt und das macht den Schulleiter der Emscherschule an der Schweizer Allee doch ein wenig stolz.

„Bei uns hat jetzt auch die Digitalisierung begonnen“, sagt Mittler. In den Sommerferien hat es in dem Hauptschulgebäude so etwas wie eine Zeitreise gegeben. In 35 Räumen sind die alten „Kreidetafeln“ abgebaut worden und durch hochmoderne Touchscreen-Displays ersetzt worden.

Zudem gehen die neuen Fünfer an der Emscherschule als erste iPad-Klasse in die Schulgeschichte ein. „Für die Schülerinnen und Schüler ist dies enorm wichtig. Es ist eine Anerkennung für die, die sonst immer vergessen werden“, sagt Mittler. Für die Schüler, aber auch die Lehrer sei es eine enorme Umstellung. „Aber die Möglichkeiten, die wir dadurch haben, sind enorm“, sagt der Schulleiter.

Die neue fünfte Klasse ist eine reine iPad-Klasse

Mit der Technik, die man nun im Unterricht nutzen könne, könne man die Schülerinnen und Schüler, die oftmals aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, für die Schule begeistern. In der neuen iPad-Klasse haben die beiden jüngsten Lehrer an der Schule das Sagen.

Lehrer, die technikaffin genug sind. Für die neuen digitalen Tafeln in der Klasse gab es schon eine Fortbildung. 45 Minuten lang, „aber das reicht eigentlich nicht“, sagt Mittler. „Learning by doing“, sei jetzt gefragt.

Das Kollegium hilft sich untereinander

Zudem hat man Teams im Kollegium gebildet, um nach dem Unterricht eine Art „Mikrofortbildung“ zu betreiben. „Es gibt ja kein Zurück mehr, wir gehen ja nicht zurück in die Kreidezeit“, sagt Mittler. Der hat aber noch zwei gar nicht mal so kleine Probleme zu lösen. Da wäre die Sache mit dem Internet. Das funktioniert noch nicht an der Emscherschule. Das Dosys (Dortmunder Systemhaus) habe aber versprochen, sich so schnell wie möglich zu kümmern, so Mittler.

Im Moment kann man an der Schweizer Allee die digitalen Tafeln nur mit Freifunk betreiben – eine Stunde am Tag. Und dann wäre noch das Problem mit dem Service. Wer ist zuständig, wenn etwas nicht funktioniert? Ansprechpartner bei der Stadt gäbe es noch keinen.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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