Vier Entenküken mussten aus einem großen Kühlbehälter gerettet werden. © Feuerwehr Dortmund
Phoenix-West

Spektakuläre Kükenrettung: Feuerwehr kletterte in alten Kühlturm

Für die Feuerwehrleute der Wache 4 in Dortmund-Hörde war der Einsatz am frühen Mittwochmorgen (28.4.) schon etwas Besonderes. Es ging um eine Entenfamilie in Not.

Getreu nach dem Motto „wir sind nicht nur da, wenn es brennt, sondern wenn wir gerufen werden“ startete der Mittwoch (28.4.) auf der Feuerwache 4 in Hörde mit einem besonderen Einsatz. Und bei dem war keine feuerfeste Kleidung notwendig, sondern wasserdichte.

Es ging um eine Entenfamilie mit vier Küken, die sich wohl in einen der alten Kühlwassertanks auf Phoenix-West verirrt hatte. Vier dieser Kühltürme waren einmal in Betrieb. Von allen vieren ist noch das Gerüst und die Tanks erhalten – als ein Denkmal der Industriekultur.

Die Feuerwehrleute (roter Kreis) mussten in das Wasser klettern.
Die Feuerwehrleute (roter Kreis) mussten in das Wasser klettern. © Feuerwehr Dortmund © Feuerwehr Dortmund

In den gewaltigen Bassins sammelt sich immer jede Menge Wasser. Für ausgewachsene Enten ein schöner Ort zum Herumpaddeln.

Für Küken aber eher weniger. Denn die kleinen Enten kommen aus diesem Behälter nicht mehr aus eigener Kraft heraus.

Die Wände des Behälters sind hoch und steil

Die Wände der Becken sind hoch und steil – und fliegen können die kleinen Enten auch noch nicht. „Wir haben gegen 5.50 Uhr einen Anruf bekommen“, sagt André Lüddecke, Pressesprecher der Dortmunder Feuerwehr.

Nach der gelungenen Rettungs-Aktion wurden die Küken wieder zu ihren Eltern gelassen.
Nach der gelungenen Rettungs-Aktion wurden die Küken wieder zu ihren Eltern gelassen. © Feuerwehr Dortmund © Feuerwehr Dortmund

In einem der Behälter sollte sich eine Entenfamilie mit vier Küken befinden. Um 6 Uhr rückten dann die Männer der Wache 4 aus und machten sich auf den Weg nach Phoenix-West. „Das Wasser war ziemlich vermüllt und da wir der Ansicht waren, dass die Küken aus eigener Kraft nicht aus dem Wasser kommen würden, sind wir eingeschritten“, erklärt André Lüddecke.

Der Einsatz „Kükenrettung“ dauerte insgesamt über 50 Minuten. Die Feuerwehrleute mussten in wasserfester Kleidung in das Becken klettern und die Tiere dort einfangen. Die kleinen Enten wurde dann in eine blaue Plastikkiste gesetzt und auf einer benachbarten Wiese wieder in die Freiheit entlassen.

Die vier Kühltürme auf Phoenix-West: Im Hintergrund sind die Reste des ehemaligen Hochofens zu sehen.
Die vier Kühltürme auf Phoenix-West: Im Hintergrund sind die Reste des ehemaligen Hochofens zu sehen. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Entenmutter beobachtete Feuerwehrleute

Laut der Feuerwehr soll die Entenmutter den gesamten Einsatz aufmerksam beobachtet und ihre Kleinen nicht aus den Augen gelassen haben. „Jetzt ist die normale Brutzeit, da gibt es dann für uns schon einmal solche Einsätze. Das kommt in dieser Zeit häufiger vor“, sagt André Lüddecke.

So gab es erst kürzlich eine Entenfamilie, die eine viel befahrene Straße in Dortmund kurzzeitig stilllegte, da sie von einer Seite auf die andere wollte.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
Zur Autorenseite
Jörg Bauerfeld