Noch stehen die letzten Reste der alten Sporthalle in Hörde. Hier soll eine neue Dreifachhalle entstehen. © Jörg Bauerfeld
Neue Sporthalle

Sporthallen-Neubau in Hörde: 8,7 Millionen Euro sind lange nicht genug

Um eine neue Dreifach-Sporthalle im Dortmunder Süden zu bauen, ist langer Atem gefragt – und eine Menge Geld. Die alte Halle wird derzeit abgerissen. Der Neubau kommt mit „Zugabe“.

Noch steht gut ein Viertel des alten Gemäuers. Die Sporthalle in Hörde direkt gegenüber dem Goethe Gymnasium hat schon seit 2017 ausgedient. Zu marode war die Bausubstanz, ein Abriss unvermeidlich. 2019 wurde der dann auch vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen.

Im Oktober 2020 kam schließlich der Beschluss für einen Neubau. An der Stelle, an der die Reste der alten Halle im Moment noch stehen. „Für den Neubau der modernen Dreifach-Sporthalle und der Abriss der bestehenden Sporthalle besteht ein Investitionsvolumen in Höhe von 8.772.000 Euro“, hieß es noch vor gut zehn Monaten.

Finanzvolumen steigt um 16 Prozent

Doch das wird, Stand heute, nicht reichen. Das Budget, das die Stadt Dortmund für den Neubau und den Abriss der alten Halle vorgesehen hat, muss aufgestockt werden. Und zwar nicht unerheblich. Gleich um 16 Prozent geht der Fertigstellungs- und Abrisspreis nach oben – in nur zehn Monaten.

Um die neue Dreifach-Sporthalle in Hörde vor das Goethe-Gymnasium zu stellen braucht es jetzt knapp 10,2 Euro. Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat das Geld schon bewilligt. Der Rat der Stadt Dortmund entscheidet darüber in seiner Sitzung am 23. September.

Baustoffknappheit durch die Corona-Pandemie

Aber warum ist der Preis in so kurzer Zeit so in die Höhe geschnellt? Laut der Stadt Dortmund ist der Grund für den Preisanstieg die Corona-Pandemie.

So soll die neue Sporthalle einmal aussehen. Hier die Ansicht von Westen.
So soll die neue Sporthalle einmal aussehen. Hier die Ansicht von Westen. © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Die Mehrkosten und der daraus resultierende Mehrbedarf seien hauptsächlich auf die aktuell sehr stark ansteigende Preisentwicklung bei den Baustoffen

zurückzuführen, so die Stadt Dortmund in einem Statement.

Das hätten auch die Angebote gezeigt, die verschieden Anbieter für den Auftrag zum Neubau der Halle eingereicht hätten. Überall in Deutschland werden die Baustoffe knapp, die Preise steigen. Ein Beispiel im Dortmunder Süden ist auch die Umbaumaßnahme am historischen Steigerturm, dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus in Berghofen. Hier konnte aufgrund der horrenden Materialpreise der Umbau noch nicht beginnen.

Und so geht es beim Abriss und Neubau weiter:

„Im Rahmen der Abbrucharbeiten muss auch die vorhandene Stromversorgung des Schulkomplexes komplett umgebaut werden. Dazu wurden in den vergangenen Tagen sämtliche Stromversorgungsleitungen freigelegt. Die Stromversorgung wird am 4. September auf eine provisorische Trafostation umgeschaltet. Im Anschluss daran können dann die letzten beiden Felder der alten Sporthalle abgerissen werden“, erklärt Maximilian Löchter, Pressesprecher der Stadt Dortmund.

Die Fertigstellung und Übergabe der Sporthalle an die Schulen und Vereine ist für Ende April 2023 geplant.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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