Alles säuberlich markiert: Ein Tagesbruch ist der Grund für die Sperrung. Was aber genau passiert ist, steht auch nach einer Woche noch nicht fest. © Jörg Bauerfeld
Straßensperrung im Süden

Stadt sperrt Obermarkstraße wochenlang – Schadensumfang noch nicht klar

Seit sieben Tagen ist die Obermarkstraße nun schon voll gesperrt. Ein kleiner Tagesbruch soll es sein. Doch auch nach einer Woche weiß das Tiefbauamt nicht mehr – und lässt die Straße dicht.

Für einige Anwohner der Obermarkstraße könnten die nächsten Wochen ziemlich bitter werden. Denn die Stadt Dortmund hat scheinbar keine Kapazitäten, um sich um die Straße im Dortmunder Süden zu kümmern. In Höhe der Hausnummer 75 ist die über zwei Kilometer lange Straße dicht. Seit mehreren Tagen. Doch mehr als eine Absperrung aufzustellen, hat die Stadt Dortmund bisher nicht geschafft.

Ein kleines Loch vor einem großen Gully

Ein kleiner Tagesbruch ist der Grund für die Sperrung, so zumindest die Vermutung des Tiefbauamtes. Es war bisher niemand an Ort und Stelle und hat sich das Dilemma angeschaut. Auf der Fahrbahn, die ohnehin ziemlich marode ist, ist ein Loch zu erkennen. Kurz vor einem der großen Gullydeckel.

Die Schlaglöcher werden immer wieder notdürftig verfüllt. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Daher liegt die Vermutung zumindest nahe, dass es sich bei dem Tagesbruch um eine kaputte Sinkkastenleitung handeln könnte. „Der tatsächliche Umfang des Schadens ist noch nicht ermittelt worden. Das Tiefbauamt geht jedoch davon aus, dass der Tagesbruch so groß ist, dass eine Restfahrbahnbreite nicht gegeben ist. Daher muss die Straße an dieser Stelle leider aus Sicherheitsgründen zur Durchfahrt gesperrt bleiben“, sagt Christian Schön, Pressesprecher der Stadt Dortmund.

Sperrung kann durchaus einige Wochen dauern

Und das, so Schön, könnte einige Wochen der Fall sein. Man fragt sich nur, warum das Tiefbauamt der Stadt Dortmund hier nicht tätig wird. Vermutlich wird es an den fehlenden Kapazitäten liegen, so lässt sich zumindest eine weitere Aussage des Pressesprechers deuten: „Bei Sinkkästen gibt es gerade an mehreren Stellen im Stadtgebiet Reparaturbedarf. Deshalb kann es ein wenig dauern, bis dort repariert werden kann.“

Für einige Anwohner der Obermarkstraße bedeutet das gewaltige Umwege, um beispielsweise das Einkaufszentrum auf dem Höchsten zu erreichen. Alle, die westlich der gesperrten Straße wohnen, müssen sich auf eine gehörige Strecke einstellen.

Denn auf der Höchstener Straße droht die nächste Baustelle. Die Donetz arbeitet weiter am Versorgungsleitungssystem, und zwar zwischen der Wittbräucker Straße und der Untermarkstraße.

Stadt versucht, die Straße verkehrssicher zu halten

Aber noch einmal zurück zur Obermarkstraße. Die Anwohner können sich schon auf weiter Beeinträchtigungen freuen. Denn den Ausbau der maroden Straße plant die Stadt für das 2. Quartal 2023.

„Bis zu einem Neubau der gesamten Straße wird das Tiefbauamt die Straße so verkehrssicher halten wie möglich – durch das Verfüllen von Schlaglöchern, durch die erfolgte Temporeduzierung und Einrichtung einer Anliegerstraße sowie durch die derzeitige punktuelle Sperrung“, so Schön.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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