Auf gefahrenstellen.de gibt es in Dortmund noch nicht allzu viele Orte, die markiert wurden. Aber drei sind für den Dortmunder Westen verzeichnet. © Katharina Roß
Unfallgefahr

Angst vor Unfällen: Internetseite warnt vor Gefahrenstellen im Verkehr

Auf einer Internetseite können Verkehrsteilnehmer vor Stellen im Straßenverkehr warnen, die sie besonders gefährlich finden. Auch für den Dortmunder Westen gibt es einige Einträge.

Auf einer Internet-Seite namens „rotten neighbors“ konnte man auf einer interaktiven Karte Stellen eintragen, an denen Menschen wohnen, die man nicht mag. Dieser Internet-Pranger wurde 2015 offline gestellt. Jetzt gibt es wieder eine Internetseite, die praktisch nur aus einer Karte besteht, auf der man etwas anprangern kann.

Jetzt geht es um Gefahrenstellen im Straßenverkehr. Dass „gefahrenstellen.de“ wieder offline gestellt wird, ist sehr unwahrscheinlich, denn es handelt sich um ein Projekt der hoch angesehenen Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) und wird gefördert vom Bundesverkehrsministerium.

Nutzer können durch einen einfachen Klick auf eine Straßenkarte Gefahrenstellen markieren und ihre Markierung begründen. Die Funktionen sollen langfristig erweitert werden. Am Ende könnten Warnungen auf Basis der Hinweise gesendet werden.

Handy soll vor Gefahrenstellen warnen

Wenn sich also in Zukunft ein Verkehrsteilnehmer einer Gefahrenstelle nähert, soll er über Handy oder Navigations-System darauf aufmerksam gemacht werden können.

Soweit ist es aber noch lange nicht. Die interaktive Karte ist noch jung. Für den gesamten Dortmunder Westen wurden erst drei Gefahrenstellen markiert. Eine wurde an der Planetenfeldstraße kurz vor der Ecke Martener Hellweg in Dorstfeld eingetragen. Dort, so meint ein Nutzer, sei es für Fußgänger gefährlich, weil Abfall-Container die Sicht der Autofahrer behindern.

Rechtsabbieger kreuzen Fahrradweg

Die zweite Gefahrenstelle hat jemand am Steinsweg in Oespel gekennzeichnet. Kurz vor dem Kreuzungsbereich mit der Straße „Auf der Linnert“ gibt es eine Bushaltestelle. Wenn Autos einen stehenden Bus überholen, während der Querverkehr grünes Licht hat, könnte es zu gefährlichen Situationen kommen, heißt es dort.

Die dritte Markierung findet man an der Kreuzung Lütgendortmunder Hellweg/Lütgendortmunder Straße. Die Rechtsabbieger in die Lütgendortmunder Straße kreuzen einen Fahrradweg. Die Stelle sei unübersichtlich, merkt ein Nutzer hier an.

Weitere Markierungen gibt es bislang nicht, es könnten aber welche folgen. Zum Beispiel von Norbert Girlich, der sich seit Jahren für sicheres Radfahren im Bezirk Mengede einsetzt und der erst auf unsere Anfrage hin vom Portal gefahrenstellen.de gehört hat. Er kenne eine ganze Liste von Gefahrenstellen, sagt er.

„In der Schragmüllerstraße in Oestrich müssen die Radfahrer Slalom um die Schlaglöcher fahren. Wer den Radweg an der Mengeder Straße nutzt, wird nicht auf den Verkehr von links aus der Straße „Im Apen“ hingewiesen. Und an der Dönnstraße fährt man zwischen parkenden Autos.“ Er wolle sich „gefahrenstellen.de“ anschauen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann