Neue WC-Anlage

Auf diesen Moment haben Marktbesucher ein Jahr und vier Monate gewartet

Darauf hat ein ganzer Ortsteil gewartet. In Marten war die Wartezeit auf die neue WC-Anlage ein bestimmendes Thema. Am Donnerstag (2.9.) waren nach nur 35 Minuten alle Fragen beantwortet.

Es ist wieder eine von diesen unendlichen Geschichten, die dann doch irgendwann zu einem Abschluss kommen. In Marten ist es eine neue Toilette, die über lange Zeit die Gemüter erregte.

Verglichen mit der Entwicklungs-Dauer des Politikums war die Anlieferung und der Aufbau der WC-Anlage der Firma RBL Media am Donnerstag nur ein Augenblick. In der kommenden Woche könnte das gesamte Thema abgeschlossen werden.

Furchtbarer Gestank

Alles ging los im Mai 2020. Damals stellte die alte Toilette an der Barichstraße in Marten, am Marktplatz, den Dienst aus technischen Gründen ein. Davor war die Anlage wegen ihres furchtbaren Gestanks (kaputte Abwasser-Anschlüsse) zu einem dörflichen Ärgernis geworden.

Weil die Stadt Dortmund in der Zeit sowieso den Anbieter für öffentliche Toiletten wechselte, wurde die Firma RBL Media mit dem Bau einer Ersatz-Toilette beauftragt. Im Juni 2020 sollte schon alles fertig sein.

Eine lästige Angelegenheit

Doch dann wollte die Stadt Dortmund das neue stille Örtchen an einem anderen Ort aufgestellt wissen, an der Ecke Barichstraße/Haumannstraße. Dort lagen damals aber noch gar keine Leitungen.

Das war keine Kleinigkeit, sondern ein Problem. Denn die WC-Anlage ist nicht nur für die Besucher des Wochenmarktes gedacht, sondern auch für die Markthändler selbst. Die mussten während der knapp anderthalb Jahre die Toiletten der umliegenden Geschäfte nutzen. Eine lästige Angelegenheit.

Verzögerungen wegen des Starkregens

Erst ein Jahr später erreichte der Baufortschritt beinahe den Stand, der den Aufbau des Toilettenhäuschens ermöglicht hätte. Doch nach dem Starkregenereignis wurden viele Arbeitskräfte zur Reparatur von Wasserschäden abgezogen.

Die Baustelle blieb liegen und vor allen, die Haumannstraße war nicht befahrbar. Die Voraussage der Firma RBL Media, das Häuschen werde in der 34. Kalender-Woche aufgestellt, wurde aber nur knapp nicht erreicht. Es ist die 35. geworden.

Aufbau in knapp 35 Minuten

Zwei Mitarbeiter einer belgischen Transportfirma sorgten nun für einen zügigen Abschluss des Projektes. Und überraschten die Zuschauer mit Schnelligkeit und Effizienz. Kaum 35 Minuten, nachdem die Fahrzeuge angekommen waren, stand das Toiletten-Häuschen auf seinem neuen Fundament.

Nun müssen noch alle Leitungen angeschlossen werden. Das soll schon in der kommenden Woche geschehen. Dann könnte die Toiletten ihren Betrieb aufnehmen. Wann die Haumannstraße wieder freigegeben wird, ist nicht bekannt.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann

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