Bombenfund

Bombe in Dortmund erfolgreich entschärft

In Dortmund ist bei Bauarbeiten ein Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und nun erfolgreich entschärft worden. Wir berichten hier live in allen Details.
Reporterin Lydia Heuser berichtet von der Evakuierung und der Bombenentschärfung in Huckarde.
Der entschärfte Blindgänger liegt bereit zum Abtransport in Dortmund-Huckarde. © Maurice Prior

Bombenfund in Huckarde: Von vor Ort und aus der Redaktion berichten Lydia Heuser und Maurice Prior sowie Matthias Langrock, Tobias Weckenbrock und Ronny von Wangenheim.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei Baumaßnahmen an der Insterburger Straße in Dortmund-Huckarde ist ein 250-Kilogramm-Blindgänger gefunden worden.
  • 1200 Anwohner mussten raus aus dem Evakuierungs-Gebiet. Seit 15.57 Uhr dürfen sie wieder in ihre Häuser zurückkehren.
  • Ab 14.35 Uhr war ein 250-Meter-Umkreis um die Fundstelle abgesperrt.
  • Die Entschärfung der Bombe gelang noch vor 16 Uhr.
  • Es gab eine Evakuierungsstelle an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule.

Aktualisierung 16.05 Uhr:

Beim Fund handelt es sich um eine britische MC500, eine Standard-Bombe der Briten aus dem Zweiten Weltkrieg. An deren Rückseite hat der Kampfmittelräumdienst den Aufschlagzünder abgezogen, dann den innen liegenden Detonator entfernt, der so in etwa bleistiftgroß ist, ihn in eine Ladung Sprengstoff verpackt, dann in der Baugrube versenkt und in etwa sieben Metern Tiefe kontrolliert gesprengt.

Aktualisierung 16.02 Uhr:

Der Entschärfer Andreas Brümmer sagt: „Der Detonator ist neben dem Aufschlagzünder angebracht. Es ist zu gefährlich, den Detonator zu transportieren, darum haben wir ihn an Ort und Stelle gesprengt.“


Aktualisierung um 15.57 Uhr:

Die Sperre ist aufgehoben. Die Entschärfung hat offenbar geklappt.



Aktualisierung um 15.55 Uhr:

Die Stadt Dortmund meldet Zahlen zum Einsatz: Das Ordnungsamt ist mit 70, die Feuerwehr mit 2, die Polizei Dortmund mit 12, das Tiefbauamt mit 7 und die Johanniter sind mit 20 Leuten im Einsatz. Es gab 12 Krankentransporte, 40 Menschen sind in der Evakuierungsstelle.

Aktualisierung um 15.51 Uhr:

Nahe dem Standort unserer Reporter war eine Detonation zu hören. Es gibt aber noch keine Infos darüber, ob die Bombe erfolgreich entschärft wurde.



Aktualisierung um 15.46 Uhr:

Wenn alles glatt geht, ist in wenigen Minuten mit der Entschärfung zu rechnen.

Aktualisierung um 15.25 Uhr:

Fundort der Bombe ist die Adresse Memeler Straße 3.


Aktualisierung um 15.19 Uhr:

Die Entschärfung hat begonnen, meldet unsere Reporterin gerade.



Aktualisierung um 15.15 Uhr:

Die Nachkontrollen laufen weiter. Wenn alles vorbei ist und die Entschärfung beginnen kann, dauert es noch etwa eine halbe Stunde, bis der Blindgänger tatsächlich entschärft ist.


Aktualisierung um 15 Uhr:

Es dauert doch noch, bis die Entschärfung beginnt. Noch finden „notwendige Nachkontrollen“ statt.



Aktualisierung um 14.40 Uhr:

Unsere Reporterin Lydia Heuser wird gleich wieder in einem Livestream von vor Ort berichten. So gegen 15 Uhr oder etwas später beginnt die Übertragung an dieser Stelle.



Aktualisierung um 14.35 Uhr:

„Schon jetzt ein ganz großes Lob an die 1200 Anwohner*innen“, schreibt die Stadt Dortmund bei Twitter, wo sie laufend über den neuen Stand berichtet: „Das Gebiet ist nahezu geräumt. Es finden noch die notwendigen Nachkontrollen statt, um wirklich sicher zu sein, dass niemand mehr im Evakuierungsgebiet ist.“ In der Regel dauert die Evakuierung von 1200 Menschen offenbar länger als heute in Huckarde.

Aktualisierung um 14.33 Uhr:

Die Stadt teilt soeben mit, dass schon um 15 Uhr die Entschärfung geplant ist.


Aktualisierung um 14.30 Uhr:

Die letzte Bombenentschärfung auf Dortmunder Stadtgebiet liegt übrigens gerade mal etwas mehr als eine Woche zurück. Am 1. August wurde ein Blindgänger auf der Westfalenhütte unschädlich gemacht. Auch hier waren einige Straßen (u.a. Brackeler Straße), damals auch der Bahnverkehr beeinträchtigt.


Aktualisierung um 14.12 Uhr:

Evakuierungsbusse fahren von zwei Stellen aus der Sperrzone heraus, um Menschen an den Rand der Zone zu bringen. Ihr Ziel ist die Gustav-Heinemann-Gesamtschule, wo die Bewohner des Viertels sich während der Entschärfung aufhalten können. Der erste Bus fährt seit etwa 13 Uhr ab von der Rastenburger Straße 23 / Höhe Spielplatz. Der zweite Bus fährt regelmäßig ab der Allensteiner Straße 49.





Aktualisierung um 14.02 Uhr:

An Tagen wie diesen kann Dortmund stolz sein auf seine vielen Helfer und Hilfsorganisationen. Allein heute in Huckarde sind das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter Samariter Bund, die Johanniter und der Malteser Hilfsdienst im Einsatz. Dazu kommen noch die Feuerwehr und die Polizei, die Stadtverwaltung und die Bezirksregierung mitsamt einem beauftragten Kampfmittelräumdienst.


Aktualisierung um 13.55 Uhr:

Einer unserer Reporter ist nun auf dem Weg zur Evakuierungsstelle. Wir werden weiter an dieser Stelle berichten. Und wenn es zur Entschärfung kommt, sind wir voraussichtlich wieder mit einem Livestream zur Stelle, sodass Sie heute an dieser Stelle nichts verpassen, was Sie wissen müssen.

Aktualisierung um 13.51 Uhr:

Die Stadtbahnlinie U47 fährt übrigens ganz normal durch, auch an der Haltestelle Insterburger Straße.

Die Stadtbahnlinie U47 fährt ganz normal, auch an der Insterburger Straße.
Die Stadtbahnlinie U47 fährt ganz normal, auch an der Insterburger Straße. © Lydia Heuser

Aktualisierung um 13.31 Uhr:

Ob der Zünder an der Fünf-Zentner-Bombe entschärft werden kann oder ob er kontrolliert zur Detonation gebracht wird, muss der Kampfmittelräumdienst vor Ort nach Angaben des Ordnungsamtes der Stadt Dortmund noch herausfinden.

In diesem Umkreis müssen die Huckarder ihre Wohnungen verlassen. © Stadt Dortmund

Aktualisierung um 13.26 Uhr:

Zum weiteren Vorgehen in Huckarde: Es steht fest, dass erst dann entschärft oder kontrolliert gesprengt wird, wenn die Evakuierungszone frei ist. Dazu muss das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit Hilfsdiensten und Polizei die Freigabe an die Bezirksregierung erteilen. Dann kann der Kampfmittelräumdienst sich an die Arbeit am Zünder machen. Wir werden rund um die Entschärfung wieder live in einem zweiten Video-Stream berichten. Ob dann gegen 16 Uhr alles erledigt ist, muss sich noch zeigen. Das aber ist der Erfahrungswert, auf den sich Michael Brinkmann vom Ordnungsamt gerade im Interview mit unserer Redaktion berief.

Aktualisierung um 13.11 Uhr:

Eine Anwohnerin berichtet unserer Reporterin, dass sie beim Einkauf überrascht wurde: „Ich habe heute mein Handy nicht dabei und kann nicht mehr einfahren. Zwei Wege gibt es, beide sind gesperrt“, sagt sie. „Ich habe Einkäufe, die eigentlich in den Kühlschrank müssen. Ich fahre nun zu meiner Mutter, die wohnt in Kirchlinde, ich hoffe, dass ich irgendwie dorthin komme. Das mit der Entschärfung, meint sie noch, das gehe schon alles gut. Aber sie erwarte eigentlich einen dringenden Anruf… Der muss dann warten.

Aktualisierung um 13.06 Uhr:

Zum genauen Zeitplan ist derzeit noch nichts klar. Der Sprecher der Stadt rechnet aber grob damit, dass man in drei Stunden fertig werde, wenn die Leute gut mitmachten. Entscheidend sei, dass sich niemand sperre, die Zone zu verlassen. Es gehe schließlich um die Sicherheit der Dortmunder. Der Blindgänger wurde um 8.30 Uhr vom Kampfmittelräumdienst freigelegt. Zu dem Zeitpunkt erfuhr die Stadt Dortmund davon. Danach lief das übliche Programm an, erklärte Sprecher Michael Brinkmann im Interview.

Aktualisierung um 13.04 Uhr:

Jede Lage sei anders, sagt gerade Michael Brinkmann vom Ordnungsamt der Stadt Dortmund an der Absperrstelle im Interview mit unserer Reporterin. Die Stadt rechne mit rund 120 Leuten, die zur Evakuierungsstelle gehen – das seien stets so um die 10 Prozent der Leute, so Brinkmann. (Das Video lag leider kurzzeitig „auf der Seite“. Wir haben den Fehler nach der Liveschalte korrigiert.)

Aktualisierung um 12.43 Uhr:

Aus der städtischen Fabido-Kita Heidegarten holen die Eltern gerade ihre Kinder ab. Die Stadt sagt, dass erfahrungsgemäß auch Kinder zu Freunden mitgenommen werden, wo die Eltern nicht selbst kommen können. Falls noch welche übrig bleiben in der Kita, gehen sie dann mit in die Evakuierungsstelle, so ein Sprecher der Stadt soeben auf Anfrage unserer Redaktion.


Aktualisierung um 12.28 Uhr:

Betroffen von der Evakuierung sind unter anderem Teile folgender Straßen: Insterburger Straße, Memeler Straße, Arminiusstraße, Heilsberger Weg, Marienburger Weg, Rastenburger Straße, Baackweg, Allensteiner Straße, Braunsbergweg, Thielenstraße. (Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.)

Aktualisierung um 12.26 Uhr:

Wegen der Entschärfung kommt es ab etwa 13 Uhr zu Einschränkungen im Bus-Verkehr von DSW21. Betroffen sind die Linien 447 und 465 sowie die entsprechenden E-Wagen. Beide Buslinien müssen den Evakuierungsbereich weiträumig umfahren.

Vorübergehend entfallen die Haltestellen Spicherner Straße, Heilsberger Weg, Tilsiter Straße und Allensteiner Straße in beiden Fahrtrichtungen, teilt die Stadt Dortmund mit. Die Expressbus-Linie X13 muss ebenfalls eine Umleitung fahren. Es können jedoch alle Haltestellen bedient werden. Die Einschränkungen können bis in den späten Nachmittag hinein andauern. DSW21 bittet um Verständnis.

Aktualisierung um 12.23 Uhr:

Eine Evakuierungsstelle wird in der Huckarder Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Parsevalstraße 170 eingerichtet. Zwei Busse bringen Personen dorthin, die es nicht allein schaffen. Der erste Bus fährt regelmäßig ab von der Rastenburger Straße 23 / Höhe Spielplatz. Der zweite Bus fährt regelmäßig ab der Allensteiner Straße 49, teilt die Stadt nun mit.

Erstmeldung um 11.58 Uhr:

Den Fund einer Weltkriegs-Bombe hat die Stadt Dortmund soeben mitgeteilt. Der Blindgänger in Huckarde muss noch heute durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg entschärft werden.

In diesem Umkreis müssen die Huckarder ihre Wohnungen verlassen. © Stadt Dortmund

Aus Sicherheitsgründen muss deshalb das Gebiet um den Fundort an der Insterburger Straße in einem Radius von 250 Metern um den Fundort evakuiert werden. Von der Evakuierung seien ca. 1200 Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Kita Heidegarten betroffen. Das zu evakuierende Gebiet wird ab ca. 13 Uhr gesperrt, sodass man es nur noch verlassen kann.

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