Carmen Hanken, Witwe des "Knochenbrechers" Tamme Hanken, behandelt auf dem Hippotherapiehof von Michelle Bartel Hunde. Den Kontakt schuf Thorsten Habel, der mit seiner Assistenzhündin Hanni auch diesmal zur Behandlung kam. © Ronny von Wangenheim
Hanken-Tag

Carmen Hanken behandelt in Dortmund: Selbst lahme Dackel laufen wieder

Hanni ist als Assistenzhündin lebenswichtig für Thorsten Habel. Carmen Hanken, Witwe des „Knochenbrechers“, sorgt dafür, dass Hanni fit bleibt. Jetzt hat sie in Dortmund Hunde behandelt. Wir waren dabei.

Mit langsamen Bewegungen streicht Carmen Hanken über den Körper von Hanni, löst Blockaden, schaut, ob alles in Ordnung ist mit der Labrador-Retriever-Hündin. Sie ist zufrieden. Vor einem Jahr war das noch anders. Damals kam Thorsten „Toto“ Habel mit Hanni auf ihren Hankenhof in Filsum in Niedersachsen und suchte Hilfe.

„Das ist jetzt ein ganz anderer Hund“, sagt Carmen Hanken. Auch nach dem Tod ihres Mannes Tamme, der als „Knochenbrecher“ berühmt wurde, arbeitet sie weiter mit Hunden und Pferden. Und sorgt für Gänsehautmomente wie bei Thorsten Habel, wenn er erzählt, was sich bei seiner Hündin getan hat. Steif war sie damals, humpelte und lahmte, bewegte sich längst nicht so freudig wie heute.

Carmen Hanken ist nicht so viel unterwegs wie Tamme Hanken, so erzählt sie, aber sie behandelt immer wieder mal an vielen Orten Deutschlands Tiere. Nach Dortmund hat Thorsten Habel die Tiertherapeutin geholt. Auf dem Hippotherapiehof von Michelle Bartel ist sie am Sonntag (15.8.) nicht das erste Mal. „Toto“ Habel organisiert inzwischen die Hanken-Tage.

Hanni ist als Assistenzhündin lebenswichtig

Dass Hanni fit ist, ist lebenswichtig für Thorsten Habel. Er leidet an Anaphylaxie. Assistenzhündin Hanni spürt, wenn er droht, einen Allergie-Schock zu bekommen. Dann weckt sie ihn auch notfalls nachts und bringt ihm seine Medikamente.

Nicht nur Hanni wird immer wieder mal in die kundigen Hände von Carmen Hanken begeben. Auch Albert, eine Mischung aus Englischer Bulldogge und Old Englisch Bulldogge, ist zum zweiten Mal da. „Damals war er viel zu dick“, erzählt Carmen Hanken. Neben der Behandlung gab es damals auch Ernährungstipps. Und die haben geholfen.

Albert wird von Carmen Hanken behandelt.
Albert wird von Carmen Hanken behandelt. © Ronny von Wangenheim © Ronny von Wangenheim

Auch einen Dackel behandelte die Therapeutin bei einer ihrer Dortmunder Termine. Er war hinten gelähmt, die Bandscheibe war angedrückt. Carmen Hanken erzählt, dass sie dann mit ihren Techniken den Wirbel nach oben holt. Schon bei der Behandlung habe der Hund wieder mit den Beinen gezappelt. „Ich könnte da losheulen vor Freude“, sagt Carmen Hanken. Eine Woche später habe der Dackel schon wieder die Kraft gehabt zu laufen. Auch er wird am Sonntag noch einmal behandelt.

Tipps gibt es gratis dazu. Carmen Hanken spricht über gesunde Ernährung: Trockenfutter ist für sie das schlechteste Futter. Und wie bei Albert kann es auch mal etwas weniger sein. Bei der Bewegung sei es wichtig, den Hund aufzuwärmen. Gerade, wenn es kälter wird. Also nicht gleich den ersten Ball werfen, sondern den Hund erst mal langsam joggen lassen, damit er den Körper aufwärmt.

Zur Belohnung gibt es ein Leckerchen für Hanni. © Ronny von Wangenheim © Ronny von Wangenheim

Thorsten Habel nickt. Das alles beherzigt er bereits. Hanni liegt derweil entspannt auf dem Boden und kaut an einem Leckerli. Belohnung muss sein nach der Behandlung.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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