Karin Bottländer mit dem Vordruck des poetischen Kalenders der Künstlergruppe Poesiewerkstatt. © Holger Bergmann
Poetischer Kalender

Dichten ist für Karin Bottländer ein Ventil für ihre Gefühle

Drei eigene Gedichte, veröffentlicht in einem über 900 Seiten dicken Buch. Karin Bottländer aus Merklinde hat das geschafft. Das Dichten entdeckte sie in einer schweren Zeit.

Voller Stolz bewahrt Karin Bottländer (71) das Buch „Ein Jahr ist mehr als 365 Tage“ auf. In diesem poetischen Kalender reiht sie sich in die Riege der 31-köpfigen überregionalen Künstlergemeinschaft „Poesiewerkstatt“ ein.

Und dabei hat das langjährige Vorstandsmitglied des Reitervereins Bövinghausen erst im vergangenen Jahr mit dem Dichten begonnen. In einer persönlich sehr schweren Zeit. „Es war wie ein Ventil“, sagt Bottländer heute.

Literarische Vorerfahrung mit zwei Büchern

Natürlich fängt man nicht einfach so an, poetische Stücke zu schreiben. Karin Bottländer hat literarische Vorerfahrung. Bereits zwei Jugendbücher entstammen in Zusammenarbeit mit ihrem Mann Reinhard ihrer Feder. Darin schreibt sie über ihr viel geliebtes Pferd Massimo. Und sie arbeitet an der Anthologie „Die Zeche zahlen“ mit.

Dichten war also eine Art logische Weiterentwicklung. Zufällig erfuhr sie von der Künstlergruppe „Poesiewerkstatt“. Eine sehr bunte Künstlergruppe, mit internationalen Mitgliedern.

In dieser Gruppe sind nicht nur Dichter, sondern auch Maler, Musiker und Schauspieler. Sie nahmen Karin Bottländer herzlich auf. Eine ihrer Künstlerkolleginnen hat sogar ein Bottländer-Gedicht vertont und auf Youtube veröffentlich.

Arbeit am poetischen Kalender

Die 71-Jährige fand die „Poesiewerkstatt“ zu einem glücklichen Zeitpunkt. Denn die Gruppe arbeitete bereits an einem großen Werk, dem poetischen Kalender. Mittlerweile ist ja jeder Tag des Jahres einem Thema gewidmet. Und das Buch verpasst jedem Tag ein thematisch passendes Gedicht.

Da konnte Karin Bottländer, die heute im ländlich grünen Merklinde lebt, sofort helfen. Für den Weltpferdetag, den 20. August, hatte sie etwas Passendes: ein Gedicht über ihr Pferd Massimo.

Ein toller Erfolg

Auch zwei weitere ihrer noch jungen Werke schafften es in den Band. Zum Tag des Löwenzahns und zum Welt-Tag der Kranken. Ein toller Erfolg und eine frische Herzensangelegenheit für Karin Bottländer.

Das Buch befindet sich gerade in der Korrektur-Phase, die Bilder der ersten Exemplare sind im Vordruck noch schwarz-weiß. Doch in der späteren Version wird alles bunt.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann

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