Anfang 2022 sollen die maroden Häuser abgerissen und anschließend durch Neubauten ersetzt werden. © Beate Dönnewald
Mehrfamilienhäuser

Dortmunder Gammelhäuser verschwinden: Platz für 36 neue Wohnungen

Im Dortmunder Westen werden neue Mehrfamilienhäuser gebaut. Mehrere Schrott-Immobilien werden dafür abgerissen. Die Neubauten werden mit einigen Besonderheiten ausgestattet.

Die unmittelbare Nachbarschaft wird sicherlich aufatmen: Endlich sollen die verwahrlosten Häuser an der Bundesstraße 235 im Dortmunder Westen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Der Blick auf beschmierte Hauswände, eingeschlagene Fenster und wilde Müllkippen könnte schon bald der Vergangenheit angehören.

Eigentümerin ist die Gemeinnützige Baugenossenschaft Dortmund-Lütgendortmund. In ihrer jüngsten Mitgliederzeitschrift stellt sie das Bauvorhaben an der Provinzialstraße 199 bis 215 in Lütgendortmund samt „vorsichtigem Zeitplan“ vor.

Spanplatten an Türen und Fenstern schützen vor ungebetenen Gästen.
Spanplatten an Türen und Fenstern schützen vor ungebetenen Gästen. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Die Häuser aus den 1920er-Jahren stehen laut Geschäftsführer Ingo Müller seit zwei oder drei Jahren leer. „Ein Gutachten hat ergeben, dass umfangreiche Sanierungen und Reparaturen wirtschaftlich keinen Sinn mehr machen“, sagt er im Gespräch mit dieser Redaktion.

Alle Häuser mit Aufzug, alle Wohnungen mit Balkon

Aktuell bereitet das beauftragte Architekturbüro die Bauantragsunterlagen vor. Bereits Anfang 2022 könnte das Verfahren abgeschlossen sein und mit dem Abriss der Altimmobilien begonnen werden.

Auf dem Areal sollen vier moderne Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 36 Wohneinheiten entstehen. Zwei Gebäude werden über sieben und zwei über elf Wohneinheiten verfügen. Alle Häuser bekommen einen Aufzug, jede der 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen wird mit nach Süden ausgerichteten Balkonen oder Terrassen ausgestattet.

Geschäftsführer Ingo Müller rechnet mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren. Wann die Wohnungen genau bezugsfertig sind, hänge vom weiteren Genehmigungsverfahren seitens der Stadt ab.

Alle Hauswände sind beschmiert.
Alle Hauswände sind beschmiert. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Um einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, plant die Baugenossenschaft die Dächer der mit einem Staffelgeschoss konzipierten Häuser zu begrünen. Auch „die hohen Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes“ will sie erfüllen.

Zwei Ladestationen für E-Autos

Darüber hinaus möchte der Investor die E-Mobilität in unserer Stadt fördern. Deshalb werden zwei Ladestationen installiert, die auch die Anwohner der Häuser Provinzialstraße 197a bis 199i nutzen dürften.

Das Außengelände der unbewohnten Häuser wird als Müllkippe genutzt.
Das Außengelände der unbewohnten Häuser wird als Müllkippe genutzt. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Um für genügend Kfz-Stellplätze zu sorgen, werden die Häuser auf Stelzen gebaut. Darunter sei dann ausreichend Parkraum vorhanden, so die Baugenossenschaft. Die vorhandenen acht Garagen werden zudem durch neue ersetzt.

Das Vorhaben wird mit öffentlichen Mittel gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro.

Interessenten können sich bereits jetzt bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Dortmund-Lütgendortmund melden: Tel. 0231/61 80 820 oder per E-Mail: gbg@gbg-dortmund.de.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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