Sportanlage

Drogen und Vandalismus am Sportplatz: Bald soll sich etwas verändern

Drogenhandel und Vandalismus – der Park rund um den Sportplatz Bärenbruch entwickelt sich zu einem Angstraum. Nach dem Willen der Bezirksparteien soll sich jetzt aber im Oktober etwas bewegen.

Kirchlinde hat keinen richtigen Ortskern, dafür aber einen wunderschönen kleinen Park. Doch in den gehen immer weniger Kirchlinder unbeschwert hinein. Tagsüber stört der Müll, hinterlassen von Besuchern, die in den Abendstunden für Unbehagen sorgen.

Gruppen von Jugendlichen, die von vielen als aggressiv wahrgenommen werden, und Personen, die immer wieder allein auftauchen und als Drogendealer gelten – sie bewegen die Huckarder Bezirkspolitik seit Monaten.

Auf der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Huckarde stand der mittlerweile dritte Antrag zu dem Thema zur Abstimmung und wurde angenommen.

Taskforce soll aufgestellt werden

In dem Antrag fordern SPD, CDU und die Grünen die Einrichtung einer Gesprächsrunde (Taskforce) aller Fachgruppen, die zu dem Thema etwas beisteuern können. Neben den Parteien sollen das die Polizei, das Sozialamt, das Ordnungsamt, das Jugendamt, die Vereine und die Jugendfreizeitstätte Rahm sein.

„Es wird Zeit, dass sich etwas bewegt“, sagt SPD-Fraktions-Chef Stefan Keller. In früheren Sitzungen gab es bereits Anträge zu neuer Beleuchtung für den Park und zu aufsuchender Jugendarbeit.

Jetzt sahen die Politiker die Gefahr, „dass da verschiedene Ämter verschiedene Süppchen kochen“, so Keller. Um zu verhindern, dass aneinander vorbeigearbeitet wird, soll die neue Gesprächsrunde bereits Anfang Oktober erstmals zusammenkommen.

Was steckt hinter der „Szene“?

Stefan Keller wünscht sich, dass diese Gesprächsrunde ganz vorn beginnt: „Wir sollten erstmal Informationen sammeln, womit wir es zu tun haben“, so Keller. Es habe sich eingebürgert, von „der Szene“ zu sprechen. Doch man wisse überhaupt nichts darüber.

Stefan Keller meint, es sei realistisch, davon auszugehen, dass man nicht alle gesellschaftlichen Probleme lösen könne, die hinter Entwicklung am Bärenbruch stecken. Er sei aber optimistisch, dass man mehr erreichen könne, als die Szene einfach nur zu verdrängen.

Trimm-Dich-Pfad-Stationen mit Beleuchtung

Zu der jetzt geplanten Gesprächsrunde könnte der Westfalia-Kirchlinde-Vorsitzende Jan Wiethoff schon Ideen beisteuern. „Wenn man ein paar Trimm-Dich-Pfad-Stationen im Park verteilen könnte, mit Beleuchtung, die bei Annäherung angeht, könnte man Jogger in den Park locken“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Mehr Besucher, so seine Rechnung, mache den Park für Drogendealer unangenehm. Und an Sportlern, die das Angebot nutzen würden, gebe es keinen Mangel. „Wir haben hier drei Sportvereine am Platz und mehrere Laufgruppen, das könnte klappen.“

Er findet die Idee einer Taskforce gut, denn: „Letztendlich dürfte es nur durch ein Bündel von Maßnahmen zu schaffen sein, die Situation im Park nachhaltig zu verbessern.“

Dazu dürfte es neben baulichen und gefahrenabwehrrechtlichen Maßnahmen im Park auch gehören, so Wiethoff, sich die bauliche und gewerbliche Entwicklung des Dorfkerns genauer anzuschauen und auch den dortigen „offensichtlichen Fehlentwicklungen“ entgegenzusteuern.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann

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