Ein lange entbehrter Anblick. Die Emscherallee führt jetzt wieder geradeaus in Richtung Kokerei Hansa. © Holger Bergmann
Emscherallee

Endlich geht’s geradeaus: Nach 1009 Tagen ist die Emscherallee fertig

Am 4. Oktober stürzte unter der Emscherallee ein Abwasser-Kanal ein. Der Verkehr musste sich seitdem durch eine Umleitung zwängen. Jetzt meldet die Stadt: Alle Arbeiten sind abgeschlossen.

Einfach mal geradeaus fahren. Dieses Erlebnis wünschen sich Autofahrer auf der Emscherallee seit zweieinhalb Jahren. Seit rund drei Wochen ist das auch wieder möglich.

Doch die allerletzten Arbeiten, die Wiederherstellung des Kokerei-Parkplatzes, wurden erst in der vergangenen Woche abgeschlossen. Nach 1009 Tagen ist die Baustelle, die einen ganzen Stadtbezirk jahrelang geprägt hat, endlich komplett fertig.

Plötzlich waren Risse im Boden

Los ging es am Donnerstagmorgen, 4. Oktober 2018. Plötzlich bildeten sich Risse im Boden der Emscherallee. Die Straße wurde gesperrt. Fünf Tage lang senkte sich die Erde, bis sich ein weithin erkennbarer Trichter gebildet hatte. Fahrbahndecke, Pflasterstein, mehrere Bäume wurden von dem Loch verschluckt.

Der Verkehr durch Huckarde war ein Chaos in dieser Zeit. Erst am 10. November wurde die Umleitung über die Lindbergh-Straße und den Parkplatz der Kokerei Hansa freigegeben, die für die Autofahrer zum Alltag wurde.

Ein zäher Alltag, denn über Tage war in der Zeit kein Fortschritt zu erkennen. Tatsächlich aber wurden bis September 2020 ein neues Schachtbauwerk und ein 40 Meter langer Kanalabschnitt errichtet.

Zweieinhalb Jahre Umleitung

Bis Ende 2020 wurden die restlichen Kanalbaumaßnahmen beendet, der Abbau der Baustelle begann. Mittlerweile kann man der Emscherallee nicht mehr ansehen, dass die zweieinhalb Jahre lang nicht benutzbar war.

Auf den ersten Blick. Die Straßenbauer haben die Straße perfekt modelliert und in den Originalzustand gebracht. Nur dort, wo die grauen, alten Pflastersteine Straßenbeläge auf die frischen, neuen treffen kann man die Eingriffe erkennen. Seit rund drei Wochen läuft der Verkehr wieder normal.

Die Lindberghstraße ist nicht ganz im Originalzustand. Sie ist besser geworden. Im Zuge der Wiederherstellung der Straße wurde die Bus-Haltestelle „Gewerbepark Hansa“ barrierefrei errichtet.

Kokerei-Parkplatz muss noch abgenommen werden

Noch leiten die Baustellenampeln den Verkehr durch die Kreuzung, doch die neuen Ampeln sind bereits installiert und warten auf ihre Inbetriebnahme.

Und auch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur in der ehemaligen Kokerei Hansa hat ihren Parkplatz wieder. „Der Parkplatz ist im gleichen Zustand wie vor der Baustelle mit Zaun und allem“, berichtet Dr. Marita Pfeiffer von der Stiftungs-Kommunikation.

Benutzen darf die Stiftung den Parkplatz aber noch nicht, die Abnahme steht noch aus. Das ist aber kein Problem. In der nächsten Zeit sind auf der Kokerei Hansa keine Veranstaltungen geplant.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann

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