Nach einem Betreiberwechsel ist die City-Toilette an der Barichstraße in Marten seit Monaten nicht benutzbar. Dafür stinkt sie aber auch nicht mehr. © Holger Bergmann
Öffentliche Toiletten

Erschwerte Baumaßnahmen: Zukunft der Martener City-Toilette unklar

Überall im Dortmunder Stadtgebiet werden in diesen Tagen die alten City-Toiletten der Firma Wall abgebaut. Überall? Nein, in einem Vorort im Dortmunder Westen tut sich gar nichts.

Die Firma Wall war bis zum Mai dieses Jahres für Pflege und Unterhalt der 24 City-Toiletten im Dortmunder Stadtgebiet zuständig. Jetzt werden alle Standorte umgebaut. Die neue Firma, die in Dortmund für öffentliche Toiletten zuständig ist, RBL-Media aus Hückelhoven, hat begonnen, die alten Toiletten abzubauen und neue aufzustellen.

In Marten steht eine City-Toilette an der Barichstraße, am Martener Marktplatz. Doch hier ist von einer Baustelle nichts zu sehen. Die Martener werden noch weiter auf eine benutzbare öffentliche Toilette warten müssen.

Neuer Standort muss erschlossen werden

Denn in Marten ist es etwas komplizierter. Während an den anderen Toiletten-Standorten einfach die Klein-Gebäude ausgewechselt werden können, steht in Marten ein größerer Umbau an.

„An der Barichstraße muss aus baurechtlicher Sicht ein neuer Standort gefunden werden“ berichtet Stadtsprecher Michael Meinders. Diesen neuen Standort hat man bereits gefunden. Die neue Toilette wird an der Ecke Barich-Straße/Haumannstraße aufgestellt. Die Stelle markiert momentan noch ein Poller.

Die schlimmste Toilette in Dortmund

Doch an diesem Ort gibt es noch keine Leitungen für Strom, Wasser oder Abwasser. Deshalb wird es in direkter Nähe zum Wochenmarkt eine größere Baustelle geben. Wann ist unbekannt.

An der Ecke Barichstraße/Haumannstraße, dort wo der Poller steht, soll die neue Toilette aufgebaut werden. Wann ist noch unklar.
An der Ecke Barichstraße/Haumannstraße, dort wo der Poller steht, soll die neue Toilette aufgebaut werden. Wann ist noch unklar. © Holger Bergmann © Holger Bergmann

Gerade die City-Toilette in Marten hatte schon im Vorfeld für Ärger gesorgt. Die „schlimmste Toilette in Dortmund“ hatte sie Reinhard Gallen getauft. „Diese Toilette hätte ich aus 500 Toiletten am Geruch erkannte“, sagt der langjährige Marktmeister.

Begrünte Dächer für den Klimaschutz

Dabei hat sich dieses Problem mittlerweile erledigt. Denn weil die Toilette seit knapp einem halben Jahr, seit die Firma Wall in Dortmund die Toiletten nicht mehr betreibt, nicht mehr benutzt werden kann, gibt es auch keine Geruchsbelästigung mehr.

Wenn die neuen Toiletten kommen, auch in Huckarde und Lütgendortmund gibt es gerade Baustellen, wird sich einiges verändern. Die neuen Modelle sind nicht mehr oval, sondern rechteckig. Außerdem haben sie begrünte Dächer.

Antibakterielle Fliesen für die Hygiene

Die Pflanzen sollen Kohlendioxid binden und damit klimafreundlich sein. Wie das Unternehmen bereits früher gemeldet hat, sind die neuen Toiletten vollautomatisch, haben antibakterielle Fliesen und reinigen die Luft im Innern.

Als RBL-Media die Ausschreibung für die Toiletten gewann, holte sich das Unternehmen auch die Aufträge für die Wartehäuschen an den Bushaltestellen in Dortmund. Auch die werden dann begrünte Dächer haben.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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