Freibäder

Freibad-Saison in Dortmunder Westen ist beendet: Die Bäder ziehen Bilanz

Trotz eines warmen September-Anfangs ist die Freibad-Saison im Revierpark Wischlingen und Freibad Hardenberg schon beendet. Warum eine Verlängerung trotz des warmen Wetters nicht infrage kam.

Ausgerechnet in der ersten September-Woche, als meteorologisch der Herbst begonnen hat, gibt es wieder sommerliche Temperaturen. Pech: Die beiden Freibäder in Huckarde haben ihre Freibad-Saison schon beendet – und ziehen Bilanz.

Ältere Personen besuchten seltener den Revierpark Wischlingen

Carsten Grimpe, Betriebsleiter des Revierparks Wischlingen, fasst zusammen: „Das war eine schlechte Saison. Wir konnten erst Mitte Mai öffnen und hatten starke Corona-Begrenzungen. Deswegen konnten wir das schlechte Wetter auch nicht durch das Hallenbad kompensieren.“

In einer normalen Saison wurden im Revierpark im Schnitt 330.000 Besucher begrüßt, Stand Ende August diesen Jahres waren es 53.000. Grimpe habe beobachtet, dass darunter deutlich weniger ältere Personen waren. „Die 3G-Regel hat mehr Bewegung bei uns im Bad gebracht, aber wir haben trotzdem noch große Unterschiede gemerkt.“

Im Revierpark Wischlingen wird renoviert

Am 26. August wurde das Freibad geschlossen. Eine spontane Verlängerung der Saison wegen der hohen Temperaturen in der ersten September-Woche waren nicht möglich. „Wir können nicht von jetzt auf gleich wieder starten. Wegen Reparaturen ist das Becken schon leer und es hätte drei Tage gedauert, bis es wieder voll gewesen wäre“, erklärt Grimpe.

Ähnlich sah es auch beim Freibad Hardenberg aus. Für Jörg Husemann, einer der Geschäftsführer des Betreibers Sportwelt Dortmund, kam eine Verlängerung nicht infrage. „Wir schließen immer am 31. August.“ An der „bescheidenen“ Bilanz der Saison hätte der warme September-Anfang aber auch nichts mehr geändert.

Nur wenige Tage im Freibad Hardenberg waren ausgebucht

An nur wenigen Tagen im Sommer kam die Besucher-Anzahl an die höchstens zugelassenen 1400 heran. Dass die Grenze trotz Lockerungen in diesem Jahr im Vergleich zu 2020 nicht hochgesetzt wurde, habe mit der begrenzten Kapazität der Sanitäranlagen zu tun, nicht der Größe der Liegefläche.

In den Freibädern Hardenberg und Froschloch kamen in dieser Saison etwa 20 Prozent weniger Besucher als in den normalen Jahren zuvor. Insgesamt lag die Besucheranzahl 2021 in allen vier Freibädern des Betreibers im Vergleich zum Zehn-Jahres-Schnitt bei genau der Hälfte.

Zum Abschluss der Saison im Freibad Hardenberg steht wie üblich das Hundeschwimmen an (11.9.). Für Menschen sind noch die Bäder Wellinghofen und Volkspark geöffnet, da sich dort beheizte Becken finden.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch