Der Zeitplan für die Sanierung des Museums steht bereits. 2022 soll es losgehen. © Stephan Schuetze
Sanierung

Für Museums-Umbau muss noch eine wichtige Stelle besetzt werden

Sanierung, aber kein Neubau: Die Würfel für die Zukunft eines Dortmunder Museums sind längst gefallen. 2022 sollen die Arbeiten beginnen. Dafür sucht die Stadt noch Personal.

Bereits im Januar 2020 war der Traum vom Kultur- und Bürgerzentrum ausgeträumt. Denn der dreigeschossige Neubau hätte 6,9 Millionen Euro gekostet. Geld, das die Stadt nicht hat und vom Land auch nicht bekommen wird.

Also bleibt es bei der kleinen Variante und die sieht ausschließlich die Sanierung des Westfälischen Schulmuseums in Dortmund-Marten vor. Hier liegen die Kosten bei rund 2,7 Millionen Euro.

„Die Sanierung wird mit kommunalen Mitteln gestemmt. Außerdem bemühen sich die Kulturbetriebe um eine Förderung durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe“, so Stadtsprecherin Katrin Pinetzki auf Anfrage dieser Redaktion. Dieser Antrag könne jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt im Planungsprozess gestellt werden.

Suche nach Projektmanager läuft

Bevor das über 100 Jahre alte Gebäude saniert werden kann, muss die Stadt aber noch eine wichtige Stelle besetzen. „Derzeit läuft die Suche nach einem Projektmanager, damit die Planungsphase starten kann“, so die Stadtsprecherin. Die Arbeiten könnten nach derzeitigem Stand 2022 beginnen und nähmen etwa zwei Jahre in Anspruch.

Das Schulmuseum ist auch die Heimat der Stadtteilbibliothek Marten. Für sie muss für die Umbauphase ein Ausweichquartier gefunden werden. „Die Suche danach ist in vollem Gange, auch dank der aktiven Unterstützung des Martener Forums“, so Katrin Pinetzki.

Es sei bereits eine Immobilie ins Auge gefasst worden, die sich alle Beteiligten als neuen Standort vorstellen könnten und über die nun weiter verhandelt werde. „Das ist aber noch nicht spruchreif.“

Auch Forums-Vorsitzende Monika Rößler darf auf Anfrage dieser Redaktion keine Details verraten. Geplant sei, den vorübergehenden Umzug der Bücherei mit einem Projekt für Kinder und Jugendliche zu verbinden, so Rößler.

Größte schulgeschichtliche Sammlung Deutschlands

Wegen des Lockdowns ist ein Besuch im Westfälischen Schulmuseum momentan nicht möglich. Das Gebäude an der Straße An der Wasserburg 1 beherbergt eine der größten schulgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands und zeigt in seiner ständigen Ausstellung Schul- und Kindheitsgeschichte vor allem des späten Mittelalters, der Zeit Kaiser Wilhelms II. und der NS-Zeit. Auch die Sammlung muss umziehen.

Aktuell ist dort die neue Sonderausstellung „Der Struwwelpeter – Peter und die große Familie Struwwel“ aufgebaut und wartet auf Besucher. Virtuelle Einblicke gibt es bereits auf dem Facebook– und Instagram-Kanal des Schulmuseums.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald