Eigentlich ist diese Tafel eindeutig: Im Volksgarten Bövinghausen dürfen keine Hunde Gassi gehen. Trotzdem sind Hunde ein Problem in dem Park. © Holger Bergmann
Freilaufende Hunde

Hunde machen Park in Dortmund zum Angstraum: „Es kontrolliert niemand“

Nicht alle Menschen mögen Hunde. Das liegt an ihrem Gebell und an den Hinterlassenschaften, die ihre Besitzer nicht entfernen. Auch im Volksgarten in Bövinghausen gibt es Konflikte.

An jedem Zugang zu jedem Park oder Spielplatz in Dortmund stehen ähnliche Schilder, die auf das erwartete Verhalten der Besucher hinweisen: Kein Radfahren, kein Fußballspielen und kein Blumenzertreten. Auf all diesen Schildern findet man auch einen stilisierten Hund und manchmal sein stilisiertes Häufchen. Immer sind diesen kleinen Bildchen durchgestrichen.

In den Park dürfen also entweder gar keine Hunde oder sie dürfen ihn zumindest nicht verschmutzen, beziehungsweise ihre Herrchen sind verpflichtet, hinter ihren Hunden aufzuräumen. Meist folgt unter diesen Verbotsschildern noch der Hinweis: „Übertretungen werden als Ordnungswidrigkeit verfolgt“.

Knöllchen vom Ordnungsamt

In der Regel hält sich kaum jemand an diese Regel, denn die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden ist gleich null. Das war in Dortmund mal so. Denn zuletzt hat das Dortmunder Ordnungsamt verstärkt die Wege auf Phoenix-West in den Blick genommen. Wer auf die Leine oder das Entfernen des Hundekot verzichtete, bekam tatsächlich ein Knöllchen.

Als ein Anwohner des Volksgartens in Bövinghausen den Bericht darüber in dieser Zeitung las, hatte er nur eine Frage: „Warum passiert das nicht auch im Volksgarten? Niemand kontrolliert hier.“

Er fühlt sich zunehmend gestört durch Hunde und ihre Besitzer. „Wenn man 50 Meter geht und um 15 Haufen herum gehen muss, ist das nur noch ekelhaft“, sagt der Bövinghausener.

Vor einem knurrenden Hund stehen

Der Mann möchte seinen Namen nicht nennen, aus Angst vor den Hundebesitzern. Denn er hat schon mehrere von ihnen angesprochen. Das hat jeweils zu unschönen Erlebnissen geführt. „Natürlich wollen die nicht hören, dass sie den Dreck ihrer Hunde auch wegmachen können“, so der Anwohner.

Und das ist nicht alles: „An die Leine nehmen die ihre Hunde auch nicht. Und das obwohl ihre Hunde alles andere als gut erzogen sind“. Für ihn sei es kein Vergnügen, bei Dämmerlicht plötzlich vor einen knurrenden Hund zu stehen, und vom Besitzer sei nichts zu sehen.

Zunehmende Beschwerden

Und deshalb würde er gerne wissen, warum auf Phoenix-West kontrolliert wird und in Bövinghausen aber nicht. Die Antwort gibt Stadtsprecher Maximilian Löchter: „Die Kontrollen auf Phoenix West waren aufgrund zunehmender Beschwerden nötig. Es können aber zu jeder Zeit im Stadtgebiet Kontrollen dieser Art stattfinden“.

Demnach könnten auch die Hundebesitzer in Bövinghausen mit Kontrollen rechnen, wenn sich denn genug Menschen über sie beim Ordnungsamt beschweren.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann

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