Trendsport

Im Video: BungeeFit im Test – Sportler hängen an Gurten von der Decke

Beim „BungeeFit“ haken sich die Kursteilnehmer im Dortmunder Westen in elastische Gurte ein, die von der Decke hängen. Dann wird gesprungen, was das Zeug hält. Das macht Spaß, braucht aber auch Mut.

Die neue Trend-Sportart BungeeFit gibt es bisher nur an einem Ort in Dortmund:

Im „Fitness Jump Dortmund“ in Mengede. Wer bei dem Wort „Bungee“ unwillkürlich an die Extremsportart Bungee Jumping denken muss, liegt gar nicht so weit daneben. Die Grundidee ist ähnlich, allerdings ist BungeeFit weit weniger gefährlich.

Mareike Schäfer (36) ist Inhaberin des „Fitness Jump Dortmund“ an der Castroper Straße 124. Für BungeeFit hat sie sogar ihren Kursraum umgebaut. Bis vor einigen Wochen standen hier nur kleine Trampoline. Jetzt hängen in regelmäßigen Abständen dicke elastische Spanngurte von der Decke. An ihrem Ende ist ein großer Karabinerhaken befestigt. Und an diesem wiederum befestigt Mareike Schäfer jetzt mich.

Im Trend auf Instagram und Facebook

„Bisher haben wir nur Kurse auf Mini-Trampolinen angeboten. Aber auf Instagram und Facebook habe sie seit geraumer Zeit immer wieder Videos von BungeeFit gesehen. Das wollte ich unbedingt auch nach Dortmund bringen“, erzählt Schäfer, während sie mir einen rot-schwarzen Sicherheitsgurt um Hüfte und Oberschenkel legt und festzurrt. Er erinnert an die Sets, die man auch zum Klettern trägt.

Den Karabiner an dem Seil, das an der Decke hängt, hakt Schäfer in eine Schlaufe auf Höhe meiner Lendenwirbelsäule ein und dreht den Schraubverschluss richtig fest.

„Zuerst musst du lernen, dem Gurt zu vertrauen“, erklärt Schäfer mir. Wir fangen ganz langsam an. Ich soll mich nach vorn lehnen, bis ich diagonal in der Luft liege. „Achte auf deine Körperspannung“, sagt Schäfer. Denn meine Füße haben nur leichten Kontakt zum Boden, gehalten werde ich von dem Gurt an meinem Rücken. Wir wippen einige Male an dem Gummiseil auf und ab.

BungeeFit ist ein Sport für fast jeden

Dann darf ich einige Schritte vorwärts rennen. Wenn ich den Widerstand des Gurtes spüre, soll ich das letzte Stück nach vorn springen. Bei den ersten zwei Versuchen fühlt sich das komisch an, weil das Gummiseil mich sofort wieder nach hinten zieht. Schon beim dritten Mal macht es aber richtig Spaß.

Als Mareike Schäfer merkt, dass ich mich mehr traue, wagen wir uns an aufregendere Übungen. Sich, nur vom Gurt gehalten, aus dem Stand direkt in eine Liegestütz-Position fallen zu lassen zum Beispiel. Mareike Schäfer macht das ziemlich agil vor. Ich selbst habe ein wenig Angst, mir dabei die Nase zu brechen. Doch: „Es ist ein Sport für fast jeden“, sagt Schäfer. Die Unterstützung durch das Gummiseil schone die Gelenke. Den Schwierigkeitsgrad der Übungen könne man individuell anpassen.

Anstrengend ist die Arbeit mit dem Bungee-Seil aber auch bei meinen Anfänger-Übungen schon. Sprünge und Kniebeugen, bei denen man kräftig nach unten ziehen muss, um das Seil zu dehnen, trainieren Beine und Po.

Die Armmuskeln werden bei den Bodenübungen ganz schön gefordert. Zum Beispiel, wenn man sich, steif wie ein Brett, mit den Armen vom Boden abstößt, vom Seil gezogen in die Höhe schnellt und dann mit gebeugten Armen wieder landet.

Erstes BungeeFit in Dortmund

Eine kurze Springen-Rennen-Fallen-lassen-Kombination lerne ich am Ende auch noch. Mein Fazit: BungeeFit macht wirklich Spaß. Und immer, wenn man sich zu einer neuen Übung überwindet, vor der man ein bisschen Respekt hat, kann man stolz auf sich sein.

Stolz ist auch Mareike Schäfer, und zwar darauf, neben ihrer Kollegin die erste BungeeFit-Trainerin in Dortmund zu sein. Das erste Training ist am 13. September.

Für Mareike Schäfers Kurse kann man sich auf der Internetseite www.fitness-jump-dortmund.de anmelden. Noch gib es drei Termine pro Woche, bald sollen es fünf werden. Eine Mitgliedschaft oder ein Abo muss man nicht abschließen, alles funktioniert flexibel nach einem Zehnerkarten-Prinzip. Gruppen können auch Privatstunden buchen, zum Beispiel zu Geburtstagen oder Junggesellinnenabschieden.

Über die Autorin
1997 in Dortmund geboren. Dort seit 2017 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz. Habe die Stadt dabei neu kennen und lieben gelernt. Mag die großen und kleinen Geschichten um mich herum, Bücher, schreiben und fotografieren.
Zur Autorenseite
Rebekka Antonia Wölky

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.