Mitte Februar hat eine Abrissfirma mit der Entkernung des ehemaligen Kaufhauses begonnen. Nun liegt die Baugenehmigung für den Umbau vor. © Natascha Jaschinski
Konze-Baugenehmigung

Investor für Einkaufszentrum atmet auf: „Wir hätten Millionen versenkt“

Auf die Baugenehmigung fürs Einkaufszentrum in Lütgendortmund musste der Investor lange warten. Die Zeit hat er für neue Verhandlungen mit möglichen Mietern genutzt. Es gibt ernsthafte Kandidaten.

Dem Investor dürften mehrere dicke Brocken vom Herzen gepurzelt sein. Denn nach Monaten des Hoffens und Bangens hält Rüdiger W. Pinno seit Montag (8.3.) die Baugenehmigung der Stadt für den Umbau des ehemaligen Kaufhauses Konze in ein modernes Einkaufszentrum in den Händen.

„Alles andere wäre ein finanzielles Desaster gewesen. Da hätten wir schnell ein paar Millionen Euro versenkt“, sagt Rüdiger W. Pinno am Dienstag (9.3.) im Gespräch mit dieser Redaktion. Zudem hätte sich bei einer Kehrtwende der städtebauliche Missstand an dieser Stelle noch deutlich verschärft, ist sich der Investor sicher.

„Nur eine Schmalspur-Genehmigung“

Bislang handele es sich nur um eine „Schmalspur-Genehmigung“, räumt Pinno ein. „Wir haben den Bauantrag eingeschmolzen“, erklärt er. Grünes Licht seitens der Stadt habe man bislang nur für das Erdgeschoss sowie die erste und zweite Etage der Lütgendortmunder Altimmobilie an der Werner Straße erhalten.

Aufgrund des verzögerten Baubeginns sind einige Mietverträge mittlerweile nicht mehr rechtskräftig. Deshalb muss der Investor neu verhandeln. Mit einem ersten Erfolg: Nachdem Woolworth abgesprungen ist, wird höchstwahrscheinlich Tedi einziehen. „Wir sind hier in finalen Verhandlungen“, verrät Pinno. Die Drogeriemarktkette Rossmann, Altmieter KiK und die Franchise-Fitnesskette „Clever fit“ sind laut Investor weitere sichere Kandidaten.

Eine Markthalle im Basement?

Fragezeichen kreisen um die zukünftige Nutzung des „Basements“. Lasertag und Paintball musste der Investor von seiner Ideenliste streichen. „Dafür hätten wir keine Nutzungsgenehmigung bekommen.“ Doch längst hat er eine neue Idee: „Wir können uns an dieser Stelle gut eine Markthalle vorstellen. Seitens der Stadt gab es dafür zumindest schon positive Signale.“

Im dritten Obergeschoss und darüber möchte Rüdiger W. Pinno gerne „ein Dutzend Mietwohnungen“ bauen. „Zurzeit planen wir mit Größen zwischen 40 und 80 Quadratmetern.“ Die Details hingen aber von den weiteren Gesprächen mit der Stadt ab, so der Investor. Auch für das Wohnungsprojekt habe er positive Signale wahrgenommen.

„Der Unmut ist gewichen“

Seit Mitte Februar ist das ehemalige Kaufhaus am Heinrich-Sondermann-Platz eine Baustelle. Eine Abrissfirma hat mit der Entkernung begonnen. Pinno will weiter aufs Tempo drücken – doch er bleibt realistisch: „Mit einer Eröffnung des gesamten Gebäudes in diesem Jahr wird es wohl nichts mehr.“ Der anstehende Genehmigungsprozess werde wohl noch ein halbes Jahr in Anspruch nehmen, schätzt der Investor.

Trotzdem sei er froh, dass der Umbau nun offiziell beginnen kann, so Pinno. „Der Unmut der vergangenen Monate und Wochen ist gewichen.“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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