Dieses kleine Loch, das deutlich größer werden könnte, wird den Verkehr im Dortmunder Westen gehörig ins Stocken bringen. Denn für die Reparatur muss die Emscherallee mindestens halbseitig gesperrt werden. Es könnte aber auch noch schlimmer kommen. © Thomas Schroeter
Tagesbruch

Kleines Loch, große Wirkung: Dortmunder Hauptverkehrsstraße wird einspurig

Ein unscheinbares Loch sorgt für Verkehrsbelastungen im Dortmunder Westen. Nur noch einspurig wird es auf der betroffenen Hauptverkehrsstraße laufen. Wie lange, steht noch längst nicht fest.

Auf der Emscherallee kündigt sich eine Baustelle an, die den Verkehrsteilnehmern und den Anwohnern im Bereich der Buschstraße in nächster Zeit einigen Ärger und einige Warterei bescheren wird.

Denn Mitarbeiter des Tiefbauamtes hatten dort am Freitag (8.10.) einen Tagesbruch auf der stark befahrenen Verbindungsstraße im Dortmunder Westen entdeckt. Die Stelle des zunächst einmal klein erscheinenden Tagesbruchs ist rund 500 Meter von der Stelle entfernt, an der 2018 die Straße abgesackt und ins Rutschen gekommen war. Sie liegt genau gegenüber der Einfahrt zur Kletterhalle auf dem alten Kokereigelände.

Ob es zwischen den Ereignissen einen Zusammenhang geben könnte, stand am Dienstag offenbar noch nicht fest. Von der Stadt Dortmund gab es bisher keine neuen Informationen.

Das neue Loch ist mit einem Durchmesser von inzwischen etwa 30 Zentimetern und einer Tiefe von etwa einem Meter nicht sehr groß. Da sich unmittelbar neben dem Loch aber ein Gully befindet, kann auch eine größere Unterschwemmung der Fahrbahn nicht ausgeschlossen werden.

An den Rändern des Loches sackte der Boden am Dienstag ganz offensichtlich auch ab, was auf einen größeren Schaden hindeutet.

Baustellenampel soll den Verkehr regeln

Auf jeden Fall hat die Stadt die Bruchstelle inzwischen weiträumiger als zunächst abgesperrt. Am Montag waren erste Vorbereitungen für eine Baustellenampel installiert worden, am Dienstagvormittag baute eine Fachfirma dann die eigentlichen Ampel-Leuchten auf.

Stadtsprecher Christian Schön hatte eigentlich angekündigt, dass die Verkehrsführung noch am Montag auf diese provisorische Baustellenampel umgestellt werden sollte. Der Verkehr, so hieß es von der Stadt, werde dann auf der Emscherallee einspurig geführt.

Das hat sich ganz offensichtlich verzögert. Zusammen mit der Einmündung Buschstraße gibt es nun drei Verkehrsrichtungen, die abwechselnd geschaltet werden sollen.

An der Kreuzung von Emscherallee und Buschstraße montierte eine Fachfirma am Dienstagvormittag die Baustellenampeln.
An der Kreuzung von Emscherallee und Buschstraße montierte eine Fachfirma am Dienstagvormittag die Baustellenampeln. © Thomas Schroeter © Thomas Schroeter

Wann die eigentlichen Reparaturarbeiten beginnen können, dazu waren bis Dienstagvormittag bei der Stadt noch keine näheren Informationen zu bekommen. Und so blieb auch offen, wie lange der Verkehr auf der viel befahrenen Strecke zwischen Mengede/Westerfilde und Huckarde durch die angekündigte Einspurigkeit beeinträchtigt wird.

Denn vor allen Arbeiten am Straßenuntergrund muss erst einmal abgeklärt werden, ob hier im unmittelbaren Umfeld der Kokerei Hansa nicht unter Umständen doch ein Blindgänger-Verdachtspunkt liegen könnte. Im Krieg waren besonders kriegswichtige Einrichtungen wie Industrieanlagen von den alliierten Bomberverbänden gezielt mit Bombenteppichen belegt worden.

Dann könnte die Gefahr auf der Emscherallee noch deutlich größer werden als durch einen Tagesbruch.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter