Nordische und westfälische Küche vermischen sich in den Gerichten der neuen Fusionsküche "Kerstins" in Dortmund-Huckarde. © Patricia Böcking
Restaurant-Eröffnung

Lappland-Ren und westfälischer Eintopf: Fusionsküche in Dortmund eröffnet

Die neue nordisch-westfälische Fusionsküche hat am Sonntag (21.11.) in Huckarde eröffnet. Auf die Besucher warteten Glühwein, kulinarischen Spezialitäten und Live-Musik.

Geräucherter Atlantiklachs, westfälischer Eintopf und Rückenfilet vom Lappland-Ren: Das alles stand am Sonntag (21.11.) auf der Karte in der Roßbachstraße 34 in Dortmund-Huckarde. Denn jetzt ist es soweit: Gastronomin Kerstin Scheufen-Hanke hat ihre nordisch-westfälische Fusionsküche „Kerstins“ im Gebäude des früheren „Marples in der Alten Mühle“ eröffnet.

Nach wochenlangem Ein- und Ausräumen ist Kerstin Scheufen-Hanke froh, endlich wieder ihre Gäste bedienen zu können. „Es ist der allererste Tag, an dem wir wieder für unsere Gäste tätig sein dürfen“, erzählt sie. Zuvor hatte sie fünf Jahre lang ein Restaurant in Wetter betrieben. Einen Monat nach dessen Schließung kann sie ihre Gäste nun in Dortmund bedienen. „Es ist wunderbar, endlich wieder für unsere Gäste da zu sein.“

Kerstin Scheufen-Hanke betreibt das neue Restaurant in der Roßbachstraße.
Kerstin Scheufen-Hanke betreibt das neue Restaurant in der Roßbachstraße. © Patricia Böcking © Patricia Böcking

Vier-Gänge-Menü vermischt nordische und westfälische Traditionen

Zur Eröffnung am Sonntag hat die Wirtin vorab einige Stammgäste zu einem Vier-Gänge-Menü mit den Spezialitäten des Hauses eingeladen. Auf der Karte: ein gut gewählter Mix aus nordischen Gerichten und westfälischer Heimatküche.

Los geht‘s mit einer nordischen Vorspeise: Geräucherter Atlantiklachs und Schinken vom Lapplandelch werden serviert, dazu Rote Beete. Weiter geht es mit westfälischer Heimatküche: Eintopf mit Bohnen und Speck, dazu ein cremiges Senftöpfchen.

Die Hauptspeise vereint dann nordische und westfälische Küche auf einem Teller: Es gibt Rückenfilet vom Lappland-Ren, dazu Braunkohl, bunten Kartoffelstampf und Schmorapfel. Abgeschlossen wird das Menü mit einem schwedischen Schokokuchen, angerichtet mit Beerenmousse und weißer Mousse au Chocolat.

Zum Nachtisch gibt es schwedischen Schokokuchen mit Beerenmus und weißer Mousse au chocolat.
Zum Nachtisch gibt es schwedischen Schokokuchen mit Beerenmus und weißer Mousse au chocolat. © Patricia Böcking © Patricia Böcking

Für den Durst gibt es Saftglögg, einen schwedischen Glühwein. Der ist gleichzeitig zum Trinken und zum Kauen, drin sind Mandelstückchen und Cranberries. Im Moment ist er noch alkoholfrei, denn Kerstin Scheufen-Hanke wartet noch auf die Schanklizenz. Die werde aber vermutlich noch vor Weihnachten kommen, versichert sie.

„Omarezepte aus der Schublade“ auf der Speisekarte

Ursprünglich startete Scheufen-Hanke mit schwedischer Küche. Die entwickelte sich dann zur nordischen und schließlich zur westfälischen Küche weiter. „Es gibt inzwischen auch isländische, finnische und dänische Komponenten auf der Karte“, erzählt die Köchin.

Die westfälische Küche hat Scheufen-Hanke hinzugenommen, weil viele Leute bei der nordischen Küche eher vorsichtig waren. „Sie haben sich einfach nicht so rangetraut“, erzählt sie. Deshalb habe sie einen Aufruf gestartet, die Leuten sollten ihre „Omarezepte aus der Schublade“ bei ihr einreichen. Diese westfälischen Heimatrezepte fanden so den Weg in ihre Speisekarte.

Die kulinarische Mischung auf der Speisekarte spiegelt sich auch in den Räumlichkeiten wider. Der untere Raum ist im historisch-westfälischen Ambiente erhalten geblieben, der obere im nordischen Stil umgebaut: weiße Stühle um einen Holztisch und ein schwarz-weißes Bild von Meeresdünen an der Wand.

Der Gastraum wurde im nordischen Ambiente umgestaltet.
Der Gastraum wurde im nordischen Ambiente umgestaltet. © Patricia Böcking © Patricia Böcking

Live-Musik und volles Haus zur Eröffnungsfeier

Die Fusion von nordischer und westfälischer Küche funktioniert: Der Biergarten ist zur offiziellen Eröffnung ab 14 Uhr trotz des kalten Wetters voll mit Gästen. Viele der Besucher kennen Scheufen-Henke noch von ihrem Restaurant in Wetter-Wengern und folgten ihr nach Dortmund.

Zur Eröffnung am Sonntag (21.11.) war der Biergarten voll mit Gästen.
Zur Eröffnung am Sonntag (21.11.) war der Biergarten voll mit Gästen. © Patricia Böcking © Patricia Böcking

„Das Essen ist außergewöhnlich, es hat immer gut geschmeckt“, erzählt Simone Krieg aus Witten. „Es ist frisch gekocht, das merkt man“, findet auch Karsten Schweser aus Gevelsberg. Er war einige Male bei Scheufen-Hanke in Wengern zu Gast und will in Zukunft auch nach Dortmund kommen.

Zur Eröffnungsfeier gibt es Live-Musik von einem Gitarristen. „Das Ambiente ist sehr rustikal und natürlich“, findet Karsten Schweser. „Es ist eine sehr schöne Athmosphäre“, betont Simone Krieg.

Das Restaurant „Kerstins“ hat von 18 bis 22 Uhr geöffnet. Dienstag und Mittwoch sind Ruhetag. Sonntags werden Gäste von 12 bis 20.30 Uhr empfangen.

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