Serhat Siringül (24) ist der neue Kiosk-Betreiber. Er freut sich über seinen Sprung in die Selbstständigkeit. © Beate Dönnewald
Mit Frühstücks-Café

„Letzte Bude vor der Autobahn“: Kult-Kiosk kurz vor der Neueröffnung

Ein junger Mann übernimmt einen alten Kiosk in Dortmund und erfüllt sich damit einen Traum. Für seine zukünftigen Kunden will der 24-Jährige ein großes Sortiment bereithalten.

Seit rund einem halben Jahr ist der Dortmunder Kult-Kiosk geschlossen. Mittlerweile sind die Türen zumindest zeitweise wieder geöffnet. Denn der neue Betreiber renoviert die Räume des „Dorstfelder Büdchens“ und liegt schon in den letzten Zügen. Wenn alles nach Plan läuft, soll am 2. August (Montag) an der Wittener Straße 289 die Wiedereröffnung gefeiert werden.

„Ich habe alles neu gemacht“, erzählt Serhat Siringül stolz. Der 24-jährige Dortmunder ist seit dem 1. Juli Mieter der Immobilie und zukünftiger Chef der „letzten Bude vor der Autobahn“. „Die Lage ist perfekt“, sagt der gelernte Kfz-Mechatroniker, der schon lange von der beruflichen Selbstständigkeit geträumt hat.

„Mein Schwager hat mir von dem leerstehenden Kiosk erzählt.“ Weil er sich schon immer für die Gastro-Szene interessiert habe, habe er zugegriffen, so Serhat Siringül. Warum das Büdchen geschlossen wurde, wisse er nicht.

Renovierung liegt in den letzten Zügen

Bis zur Eröffnung ist noch einiges zu tun, aber vieles hat sich schon verändert. Böden, Decken, Regale, Stühle, Tische, Theke, Kühlschränke – alles hat Serhat Siringül erneuert. Über sein Finanzierungsmodell möchte er nicht sprechen.

Für den 2. August plant Serhat Siringül die Neueröffnung des Dorstfelder Büdchens.
Für den 2. August plant Serhat Siringül die Neueröffnung des Dorstfelder Büdchens. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Ein Teil der Regale im Kiosk ist bereits eingeräumt, das Café nebenan braucht noch die meisten handwerklichen Einsätze. Bei der Renovierung wird Serhat Siringül unter anderem von seinem Bruder unterstützt.

Stolz ist der neue Kioskbetreiber auf seinen beiden neuen Kühlschränke. „Zweimal fast 3000 Liter“, erzählt der 24-Jährige. Eventuell wolle er noch weitere Kühlschränke anschaffen. Eine große Auswahl gekühlter Getränke soll ein Schwerpunkt seines Angebots sein. Aber auch das klassische Sortiment wird laut Serhat Siringül größer sein als in der Vergangenheit.

Frühstücks-Café mit Außenbestuhlung

Das Café neben dem Kiosk wird vor allem ein Frühstücks-Café sein. „Frische, belegte Brötchen und dazu ein Kaffee. Zum Mitnehmen oder zum Verzehr vor Ort“, wirbt Serhat Siringül. Auch eine Außenbestuhlung plane er. Ob er das Café-Angebot später erweitern wird, zum Beispiel um Torten und Kuchen, weiß der junge Solo-Selbstständige noch nicht.

Die Fassade des Kult-Kiosks soll bis zur Neueröffnung auch noch erneuert werden. Unter anderem wird der Name in LED-Schrift leuchten.
Die Fassade des Kult-Kiosks soll bis zur Neueröffnung auch noch erneuert werden. Unter anderem wird der Name in LED-Schrift leuchten. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Bis Montag soll auch noch die Fassade des Dorstfelder Büdchens erneuert werden. „Für den Namen habe ich einen LED-Streifen bestellt“, so Serhat Siringül.

Zur Neueröffnung möchte der neue Büdchen-Betreiber seine Kunden mit einigen Überraschungen erfreuen. Unter anderem habe er für einen Monat eine Maschine für Slush-Eis (halbgefrorenes Wassereis mit Süßungsmitteln) gemietet. Außerdem wolle er Getränke zu Sonderpreisen anbieten. „Aber ich werde mir bestimmt noch mehr ausdenken.“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald