Am Donnerstag (1.10.) ist die neue Coronaschutzverordnung in Kraft getreten. Viele Wirte im Dortmunder Westen nehmen sie positiv auf. © picture alliance/dpa
Coronaschutzverordnung

Lockerungen in der Gastronomie: „Schritt in die richtige Richtung“

Die neue Coronaschutzverordnung ist seit Freitag (1.10.) in Kraft. Damit ändert sich auch etwas für die Gastronomie im Dortmunder Westen. So reagieren Gastronomen auf die Änderungen.

Mit der neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW fallen gleich zwei Einschränkungen in der Innengastronomie weg: Es sind keine besonderen Abstände und auch keine Trennwände zwischen den Tischen mehr zwingend erforderlich.

Denn die Einhaltung des Abstands und die Trennwände sind nun nur noch empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.

Erleichterung über die Lockerungen

Jasminka Jurcevic vom Alten Brauhaus in Marten zeigt sich erleichtert gegenüber den neuesten Lockerungen: „Das macht alles ein bisschen einfacher“, meint sie. Wie viele Gäste mehr nun in dem Restaurant Platz finden können, ließe sich noch nicht sagen. Zwar seien am Freitag (1.10.) schon einige Gäste da gewesen, aber nicht genug, dass der Abstand zwischen den Tischen hätte verkleinert werden müssen.

Erleichterung für Jasminka Jurcevic: Endlich darf sie wieder für Gäste kochen.
Erleichterung für Jasminka Jurcevic: Endlich darf sie wieder für Gäste kochen. © Holger Bergmann © Holger Bergmann

Beim Restaurant Fachwerk in Bodelschwingh bleibt erstmal alles beim Alten, die gewohnten Abstände und Trennwände würden erst einmal bestehenbleiben, erzählt Torsten Potyka. Denn die Gästezahlen seien auch hier nicht so hoch, dass er die Tische näher zusammenschieben müssen.

„Lockerungen sind in Ordnung“

Bisher seien auch keine Änderungen geplant, da man auch nicht wisse, wie die Gäste auf den verringerten Abstand reagieren würden, so Potyka. Trotzdem finde er es gut, dass „wieder Normalität einkehrt“.

Torsten Potyka freut sich, dass es für ihn im zweiten Anlauf mit dem Restaurant Fachwerk geklappt hat.
Torsten Potyka freut sich, dass es für ihn im zweiten Anlauf mit dem Restaurant Fachwerk geklappt hat. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Potyka fasst zusammen: „Die Lockerungen sind so erstmal in Ordnung“, auch die aktuelle 3G-Regelung findet er gut, da sich dadurch viele Gäste sicherer fühlen würden.

Doch die neuen Corona-Regeln treffen nicht überall auf Begeisterung. Grundsätzlich seien die neuen Regeln „ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, heißt es von der Pizzeria Mr. Pizza in Lütgendortmund. Doch zufrieden ist er noch nicht. „Dann kann man auch die Maskenpflicht abschaffen, wenn die Leute wieder so nah zusammen sitzen dürfen“, so Mandellino.

„Ein richtiger Schritt zum richtigen Zeitpunkt“

Franz-Josef Leuthold ist Geschäftsführer des Restaurants Tante Amanda in Dortmund Westerfilde. Auch er ist der Meinung, dass die Lockerungen „ein richtiger Schritt zum richtigen Zeitpunkt“ sind. Denn im Winter könne man ja nicht die Gäste im Außenbereich sitzen und frieren lassen. Die Lockerungen seien „extrem wichtig für das Überleben der Gastronomie“, so Leuthold.

Doch auch er wünscht sich noch mehr. „Am besten wäre es, wenn alle Maßnahmen entfallen“, sagt Leuthold. Doch damit rechnet er nicht vor dem Frühjahr 2021.

Im Moment seien in seinem Restaurant die empfohlenen Abstände gegeben, da noch viele Tische gesperrt blieben. Auch die Trennwände sollen vorerst noch stehen bleiben, da sie sich laut Leuthold gut in die Einrichtung einfügen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2002 in Bochum geboren, aufgewachsen in Dortmund, BVB-Fan. Seit dem Abitur 2020 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Immer auf der Suche nach guten Geschichten am Puls der Stadt.
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