Das Haus an der Provinzialstraße steht schon lange leer. Nun scheint es aber Veränderungen zu geben. © Holger Bergmann
Leerstand an der Provinzialstraße

Möblierte Zimmer entstehen in leerstehendem Haus in Bövinghausen

In einem schon lange leerstehenden Gebäude an der Provinzialstraße tut sich was. Neue Schilder deuten darauf hin, dass hier bald wechselndes Publikum verkehren wird.

Das Haus an der Provinzialstraße / Ecke Bövinghauser Straße steht schon längere Zeit leer. Im Untergeschoss des vierstöckigen Eckhauses befindet sich Räumlichkeiten für ein Geschäft. Die Fenster sind breit und bodentief, sodass Fußgänger und Autofahrer einen Blick ins Innere erhaschen können. Nur viel drin ist da nicht und die Scheiben sind inzwischen auch zugeklebt.

An der weißen Eingangstür an der Hausseite in Richtung Provinzialstraße klebt ein Schild: „Haus Baron“ steht da. In einem der Schaufenster ein ähnliches Schild – weiße Schrift auf rotem Grund – aber kleiner. Darüber ein DIN-A4-Blatt, auf dem in Handschrift steht „Haus Baron, Boardinghouse GmbH, Provinzialstraße 409“.

Auch eine Handynummer ist dort angegeben, unter der unsere Redaktion bislang niemanden erreichen konnte, der Fragen beantworten wollte. Eine Internetrecherche ergibt, dass das Haus Baron bereits eine eigene Website hat.

Monatsmiete ab 400 Euro

Hier sollen künftig offenbar möblierte Zimmer vermietet werden. Bedingung: man muss für mindestens drei Monate mieten. Laut Preisliste auf der Homepage kostet ein Einzelzimmer 400 Euro, ein Doppelzimmer 600 Euro und ein Dreibettzimmer 750 Euro im Monat. Außerdem müssen die Mieter eine Kaution von 100 Euro hinterlegen. An anderer Stelle heißt es auf der Homepage, dass die Kaution 50 Euro beträgt.

Noch hat das Boardinghaus nicht geöffnet. Einen Eröffnungstermin findet man auch auf der Internetseite noch nicht.

Die Pressestelle der Stadt erklärte auf Anfrage unserer Redaktion im Juli, dass das Gebäude „derzeit versiegelt“ sei. Das bedeutet, dass das Gebäude erst wieder betreten und benutzt werden darf, wenn die erforderliche Baugenehmigung vorliegt.

Heißt das, dass das Eckhaus nun umgebaut wird? Nicht unbedingt, wie Stadtsprecher Christian Schön erklärt. Wenn ein Gebäude erweitert, aber auch wenn es nur anders als bislang genutzt werden soll, muss laut Landesbauordnung solch eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Christian Schön versichert: „Der Eigentümer hat der Bauaufsicht aber die konkrete Absicht mitgeteilt, das Objekt, das lange Zeit leer gestanden hatte, durch Einholen einer Baugenehmigung und damit verbundener Qualifizierung des Gebäudes wieder einer Nutzung zuführen zu wollen.“

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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