Die SB-Filiale der Sparkasse ist nach der Sprengung hinter gelben Brettern verschwunden. Vorerst kann dort kein Geld abgehoben werden. Die Zukunft des Standorts ist ungewiss. © Beate Dönnewald
Sparkasse

Nach Automaten-Sprengung: „Wie sollen alte Leute an ihre Rente kommen?“

Anfang Oktober sprengten Unbekannte einen Geldautomaten in einer Dortmunder SB-Filiale der Sparkasse. Seitdem ist sie geschlossen. Vor allem für ältere Kunden ist das ein großes Problem.

Er sei 74 Jahre alt und topfit, sagt ein Anwohner aus Dortmund-Kley. Deshalb sorge er sich nach der Geldautomaten-Sprengung in Oespel nicht um sich persönlich, sondern um die Sparkassen-Kunden jenseits der 80. „Viele müssen jetzt mit dem Bus nach Lütgendortmund fahren, um ihre kleine Rente von 700 oder 800 Euro abzuholen“, sagt der Kleyer.

In seinen Augen sei das auf Dauer kein akzeptabler Zustand. „Vielen fällt das Laufen schwer, sie müssen den Bus bezahlen und sind lange unterwegs“, so der 74-Jährige. Natürlich könne er verstehen, wenn Geldautomaten in bewohnten Gegenden geschlossen oder nicht wieder geöffnet werden. „Doch dann muss eine andere Lösung her.“

Bürger fordert kostenlosen Shuttle

Wie die Zukunft der Oespeler SB-Filiale aussieht, ist noch offen. „Derzeit stehen alle Geldautomatenstandorte unter Sicherheitsaspekten auf dem Prüfstand. Eine Entscheidung steht noch aus“, schreibt Sparkassen-Sprecher Markus Pinnau auf Anfrage dieser Redaktion.

Der Senior aus Kley hat wenig Hoffnung, dass die SB-Filiale in Oespel wieder öffnet, denn sie liegt mitten in einem Wohngebiet. Deshalb schlägt er einen kostenlosen Bus-Shuttle vor: „An zwei Tagen pro Woche, zum Beispiel dienstags und donnerstags, fährt die Sparkasse die Kunden aus Oespel und Kley nach Lütgendortmund und wieder zurück.“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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