Mehrere Feuerwehr-Trupps retteten unter Atemschutz drei Personen aus dem stark verrauchten Mehrfamilienhaus im Dortmunder Westen. © Stephan Schuetze
Stundenlanger Einsatz

Nach Feuer in Dortmunder Mehrfamilienhaus: Kripo nennt Brandursache

Wenige Stunden nach dem Ausbruch eines Feuers in einem Dortmunder Mehrfamilienhaus hat die Kripo die Brandursache ermittelt. Fünf Personen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Klinik.

Eine Dortmunder Familie mit sechs Kindern steht vor dem Nichts: Nach einem Brand in ihrer Wohnung am Montagabend (11.10.) im Dortmunder Westen kann sie nicht mehr zurück in ihr Zuhause.

„Die Brandwohnung ist unbewohnbar“, berichtet die Dortmunder Feuerwehr. Die Wohnungsbaugesellschaft habe sich noch am Abend um eine Ersatz-Unterkunft für die Familie gekümmert, so ein Sprecher am Dienstagmorgen auf Anfrage dieser Redaktion.

Einsatzleiter erhöhte die Alarmstufe

Die Dortmunder Feuerwehr war am Montag gegen 19.20 Uhr zum Wohnungsbrand in der Westricher Straße/Ecke Feldgarten in Lütgendortmund gerufen worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits die Flammen aus den Fenstern der Vorder- und Rückseite der Erdgeschosswohnung. „Die Einsatzleitung hat sofort die Alarmstufe erhöht und einen dritten Löschzug angefordert“, berichtete Feuerwehr-Sprecher Frank Rüdiger.

Mehrere Bewohner flüchteten aus dem völlig verrauchten Treppenhaus und liefen den Einsatzkräften bereits entgegen. In der über der Brandwohnung gelegenen Wohnung waren allerdings drei Personen vom Rauch eingeschlossen.

Mehrere Trupps der Feuerwehr eilten unter Atemschutz in das Gebäude und brachten die betroffenen Bewohner mit Fluchthauben nach draußen. Anschließend kümmerten sich die Retter um die Brandbekämpfung. Das Feuer hatten sie schnell unter Kontrolle.

Das Feuer ist am Montagabend in der Wohnung einer Familie mit sechs Kindern ausgebrochen.
Das Feuer ist am Montagabend in der Wohnung einer Familie mit sechs Kindern ausgebrochen. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Zwei Kinder und drei Erwachsene mussten aufgrund einer vermuteten Rauchgasvergiftung in ein Dortmunder Krankenhaus gebracht worden. Der Rettungsdienst und ein Betreuungsbus der Dortmunder Feuerwehr mitsamt Personal kümmerten sich um die vom Brand betroffenen Personen.

Nachdem das dreigeschossige Gebäude massiv gelüftet worden war, konnten alle noch am Abend zurück in ihre Wohnungen. Knapp 70 Rettungskräfte waren bis in die späten Abendstunden im Einsatz.

Brandursache war fahrlässige Brandstiftung

Mittlerweile steht auch die Brandursache fest. Die zu ermitteln, ist grundsätzlich die Aufgabe der Kriminalpolizei. „Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen um fahrlässige Brandstiftung nach einer unsachgemäßen Nutzung eines Heizlüfters“, sagt Polizeisprecher Gunnar Wortmann auf Anfrage am Dienstagvormittag. Zum entstandenen Sachschaden konnte Wortmann noch keine Angaben machen.

Während des Einsatzes war die Westricher Straße zwischen Feldgarten und Höhe Kiosk gesperrt. Autofahrer mussten Umleitungen fahren, Anwohner konnten ihre Siedlung mit dem Auto zwischenzeitlich nicht verlassen beziehungsweise erreichen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald