Um die Aktivitäten auf dem Sportplatz am Bärenbruch in Kirchlinde gab es zuletzt reichlich Ärger. © Nora Varga
Sportanlage

Nach Randale am Bärenbruch: Polizei sucht Lösung mit Vereinen

In einem Dortmunder Park kam es offenbar zu Randale, Gewalt und vielfachen Verstößen gegen Corona-Regeln. Nun sind dort angesiedelte Vereine in Kontakt mit der Polizei getreten. Sie haben einen Plan.

Das Geschehen in einer Sport- und Parkanlage in Kirchlinde hat in den vergangenen Wochen für reichlich Ärger und Aufregung gesorgt. Jugendliche und junge Erwachsene randalierten am Bärenbruch, verschafften sich illegal Zugang zum Sportplatz und scherten sich nicht um Corona-Regeln. All das, ohne wirklich nennenswert von der Polizei oder dem Ordnungsamt behelligt zu werden.

So gaben es jedenfalls die Vereine wieder. Und so beobachteten wir es teilweise selbst. Die Klubs fühlten sich allein gelassen, schlugen deshalb öffentlich Alarm. Mittlerweile sind sie in Gesprächen mit der Polizei. „Wir haben uns intensiv mit der Polizei über die Situation im Kirchlinder Sportpark ausgetauscht“, sagt Dr. Jan Wiethoff, Vorsitzender von Westfalia Kirchlinde, auf Anfrage unserer Redaktion. Und: „Die Polizei hatte ein offenes Ohr.“

Das Gespräch mit den Ordnungshütern sei „insgesamt positiv verlaufen“, erzählt Wiethoff – dessen Inhalt werde allerdings „vertraulich“ behandelt. Nachdem der Vereinsvorsitzende von Westfalia Kirchlinde die Fehlentwicklungen am Bärenbruch klar benannt und sein Unverständnis über manche polizeiliche Aktion öffentlich kund getan hatte, will er jetzt in aller Ruhe mit der Polizei zusammenarbeiten.

Vorsitzender von Westfalia Kirchlinde ist guter Dinge

„Wir hoffen“, sagt Wiethoff, „dass nunmehr alle Beteiligten – seien es Hoheitsträger, Vereine und auch Bürger – ihren Teil dazu beizutragen, den Kirchlinder Sportpark sicherer zu machen.“ Noch nämlich ist es nicht soweit.

„Leider wurde unser für etwa 8000 Euro neu angeschafftes Kassenhaus bereits nach zwei Tagen mit Farbe beschmiert“, erzählt Wiethoff. Wobei es sich dabei nach seiner Einschätzung „wohl eher um ein gesellschaftliches Problem“ handele. Eines, „für das verstärkt andere – als polizeiliche – Lösungsansätze zu erörtern sein dürften“. Er ist sich bewusst: Überall kann die Polizei dann auch nicht sein.

Abzuwarten bleibt dennoch, wie sich die Polizei in nächster Zeit am Bärenbruch einbringen wird. Der Tatbestand des Hausfriedensbruches fällt aktuell weg, weil die Anlage wegen der gesunkenen Inzidenz ohnehin wieder geöffnet ist. Es bleiben also vor allem Verstöße gegen die Corona-Regeln, die es zu ahnden gilt – und Vandalismus. Wird die Polizei also künftig mehr Präsenz zeigen?

Wiethoff kann freilich nicht in die Glaskugel schauen. Wenn man ihm so zuhört, klingt er aber zumindest nicht pessimistisch.

Über den Autor
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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß

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