Das neue Restaurant verfügt auch über einen gemütlichen Biergarten mit eigener Bar. © Beate Dönnewald
Gastronomie in Dortmund

Neues Restaurant im Dortmunder Westen macht Fleischesser glücklich

Mehrere Monate stand das Dortmunder „Tatort“-Restaurant leer. Nun gibt es eine neue Pächterin: Chefin Nicoleta-Magdalena Ditescu (42) und ihr Team servieren besondere Spezialitäten.

„Willkommen im Land von Hateg, Himmel von Transsylvanien“: So werden die Gäste im neuen Restaurant „Tara Hategului“ auf der ersten Seite der Speisekarte begrüßt. Seite Mitte August servieren die neue Inhaberin Nicoleta-Magdalena Ditescu und ihr Team hier rumänische Spezialitäten.

Mehrere Monate war das Vorgänger-Restaurant „Ola Kala“ in Lütgendortmund geschlossen. Im November 2019 wurde hier eine Folge des Dortmunder Tatorts gedreht, doch die dadurch gewonnene Popularität nutzte dem Wirt am Ende nichts. Wegen der Corona-Krise samt Lockdowns musste er den Betrieb schließen.

Das zweite „Tara Hategului“ in Dortmund

Nicoleta-Magdalena Ditescu, die bereits ein Restaurant mit demselben Namen an der Kielstraße betreibt, hörte durch Zufall von dem Leerstand und war mutig genug, die Räumlichkeiten samt Biergarten zu pachten. Anders als in der Nordstadt hat das Lütgendortmunder Lokal noch den Zusatz „international“ im Namen.

Nicoleta-Magdalena Ditescu (42) und ihr Partner Marius Vrabel haben das Restaurant nach ihren Vorstellungen renoviert und eingerichtet.
Nicoleta-Magdalena Ditescu (42) und ihr Partner Marius Vrabel haben das Restaurant nach ihren Vorstellungen renoviert und eingerichtet. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Seit April haben die 42-Jährige, ihr Partner Marius Vrabel und Familienmitglieder das Restaurant renoviert und dekoriert. „Wir haben unter anderem Wände gestrichen, das Holz geschliffen und lackiert, einen Teil der Tische und Stühle ausgetauscht“, berichtet Marius Vrabel (42). Jetzt seien sie ein bisschen erschöpft, aber glücklich. „Ich bin stolz, mein Land und die Stadt Hateg zu repräsentieren“; sagt Nicoleta-Magdalena Ditescu.

In der Restaurant-Küche arbeitet ein erfahrener rumänischer Koch. „Wir kochen nach uralten Rezepten, ohne Zusatz- und Farbstoffe“, betont Nicoleta-Magdalena Ditescu. Fleisch sei die Basis fast aller Gerichte. Vegetarier könnten aber auf Salate zurückgreifen, so Marius Vrabel.

Nicoleta-Magdalena Ditescu (42) ist die Chefin des neuen rumänischen Restaurants „Tara Hategului“.
Nicoleta-Magdalena Ditescu (42) ist die Chefin des neuen rumänischen Restaurants „Tara Hategului“. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Die rumänischen Spezialitäten fasst Nicoleta-Magdalena Ditescu unter dem Begriff „Balkan-Küche“ zusammen. Auf der Karte stehen zum Beispiel Hauptgerichte wie „Geschmorter Kohl mit Ente und Apfel“ (12,90 Euro) „Kohlrouladen mit Polenta und Schmand“ (11,90 Euro) oder „Hähnchenleber mit Sauce und Kartoffel-Püree“ (10,90 Euro).

Wer abschließend noch Platz im Magen für einen Dessert hat, sollte laut Marius Vrabel unbedingt die „Papanasi“ (6,50 Euro) bestellen. Die gebratenen Käseklößchen sind eine bekannte rumänische Spezialität.

„Alles frisch und ohne Zusatzstoffe“

Darüber hinaus finden sich auf der Speisekarte auch bekannte Gerichte wie etwa Wienerschnitzel, Cordon Bleu oder Lammkotelett. Auch für sie gilt: „Alles frisch und ohne Zusatzstoffe“, so Marius Vrabel. „Wir arbeiten wie früher unsere Omas. Sie haben alles im Garten selbst gepflückt, wir holen alles vom Markt.“

Das ist eine rumänische kalte Platte, unter anderem mit Auberginen- und Fischroggensalat, Weißkäse und hausgemachter Wurst.
Das ist eine rumänische kalte Platte, unter anderem mit Auberginen- und Fischroggensalat, Weißkäse und hausgemachter Wurst. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Die aufwendige und qualitativ hochwertige Zubereitung koste allerdings Zeit, betont das Paar. Gäste müssten im Schnitt mit 30 bis 45 Minuten Wartezeit rechnen. Wenn viele der 32 Tische besetzt sind, könnte es auch noch länger dauern.

Die ersten Gäste äußern sich in den sozialen Medien bereits positiv über das neue Restaurant. „Kann man nur empfehlen, gute Küche, preiswert und gemütlich, Dortmunder Bier, freundliches Personal“, schreibt eine Userin in der Facebook-Gruppe „Du bist ein echter Lügendortmunder, wenn…“ Eine andere kommentiert ihren Besuch so: „Wir können es nur weiterempfehlen. Leckeres Essen, angemessene Preise und echt netter Service.“

Aus dem
Aus dem „Ola Kala“ wurde „Taba Hategului International“. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Auch während des Pressetermins waren einige Tische im Biergarten besetzt. „Wir waren so neugierig. Es schmeckt wirklich gut“, lobte ein Damen-Trio. Für das Kompliment gab es prompt eine Belohnung: Marius Vrabel spendierte den Frauen eine Runde seines selbstgemachten Pflaumenlikörs.

Das Restaurant „Tara Hategului International“, Lütgendortmunder Hellweg 65, Tel. (0173) 88 80 546, hat täglich ab 15 Uhr geöffnet. Der Dienstag ist vorerst der Ruhetag. Auch eine Kegelbahn können die Gäste mieten.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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