Neben vielen Fleischgerichten bietet Sandra Grgic auch Salate an. Das Gemüse wird täglich frisch geliefert. © Beate Dönnewald
Salatbar und heiße Theke

Neues Schnellrestaurant im Westen: Tim Mälzer „half“ bei der Namenssuche

Ein neuer Gastro-Betrieb „zwischen Pommesbude und Restaurant“ hat am Mittwoch im Dortmunder Westen eröffnet. Die leidenschaftliche Köchin will mindestens fünf Jahre bleiben.

Sandra Grgic ist gelernte Hotelkauffrau und arbeitet schon seit über 17 Jahren in der Gastronomie. Zuletzt führte sie mit ihrem Mann das „Haus Schneppendahl“ in Hagen. Seit Mittwoch (29.9.) betreibt die Lütgendortmunderin nun ihr eigenes kleines Schnellrestaurant im Dortmunder Westen.

Vor allem die Namensfindung habe ihr Kopfzerbrechen bereitet, erzählt die 49-Jährige. „Mein Geschäft ist mehr als eine Pommesbude, aber kein richtiges Restaurant“, sagt sie. Außerdem biete sie neben einer Salatbar, einer heißen Theke und Grillgerichten auch noch einen Party- und Lieferservice an.

Ein leiser Eröffnungstag

Wie soll man so viele Angebote bloß in einem Namen vereinen? Der rettende Engel war Starkoch Tim Mälzer. „Irgendwann bin ich auf seinen Podcast Fiete Gastro gestoßen. Da war klar, ich nenne meinen Laden Sandras Gastro“, erzählt Sandra Grgic.

Der Start in dem kleinen Flachbau an der Bockenfelder Straße 260 in Dortmund-Bövinghausen verlief etwas holprig. Ein Stromausfall, eine aufwendige Geräte-Reparatur und falsche Stromanschlüsse hätten kurz vor der Eröffnung viele Nerven gekostet, erzählt Sandra Grgic. „Deshalb bin ich froh, dass es heute eine stille Eröffnung war.“

Sohn Marco (24) und ihre Mutter Renate Tölch (70, r.) unterstützen Sandra Grgic in ihrem kleinen Schnellrestaurant
Sohn Marco (24) und ihre Mutter Renate Tölch (70, r.) unterstützen Sandra Grgic in ihrem kleinen Schnellrestaurant „Sandras Gastro“. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Dankbar sei sie auch für die große Unterstützung ihrer Familie. „Viele haben solange mit angepackt, bis alles fertig war.“ Ihre Mutter Renate Tölch (70) arbeitet weiterhin im Betrieb mit, Sohn Marco (24) kümmert sich um die Sozialen Netzwerke. Zukünftig will die Lütgendortmunderin auf Facebook und Co. ihre wechselnden Mittagstische und neue Angebote posten. „Ich koche und experimentiere einfach gerne.“

Doch sie wolle nichts überstürzen. Vorerst gilt die zur Eröffnung gedruckte Karte. Darauf finden sich Gerichte für den „kleinen Hunger“, Grillgerichte, Puten- und Schweineschnitzel, argentinische Steaks und „Platten für zwei“ sowie Beilagen und Getränke. „Bei uns sind alle Zutaten frisch“, betont die leidenschaftliche Köchin. Täglich gibt es von 12 bis 17 Uhr zudem Grillschinken aus dem Ofen.

Komplett neue Einrichtung

In ihrer Hagener Zeit habe sie viele Gerichte kreiert, sagt Sandra Grgic. Ihre Favoriten fänden sich nun auf der Bövinghauser Karte. „Jetzt muss ich mich nur noch daran gewöhnen, dass man mir anders als früher beim Kochen zugucken kann“, gesteht sie.

Ein bisschen enttäuscht war die 49-Jährige am Mittwoch über das regnerische Wetter. Gerne hätte sie auch die Außenterrasse der ehemaligen Pizzeria Cucci „eingeweiht“. Außen wie innen hat sie mit ihren Helfern alles neu gestaltet.

Sandra Grgic hat einen Pachtvertrag über fünf Jahre. „So lange ziehe ich mindestens durch“, sagt sie. Die 49-Jährige blickt durchaus optimistisch in ihre berufliche Zukunft: „Ich glaube dran, dass es hier gut laufen wird, sonst hätte ich ja gar nicht erst eröffnet.“

Die Öffnungszeiten und Kontaktdaten

  • Sandras Gastro, Bockenfelder Straße 260, hat montags bis samstags von 11.30 bis 20 Uhr geöffnet.
  • Erreichbar ist das kleine Schnellrestaurant unter Tel. (0231) 900 360 40 oder per WhatsApp: (0163) 13 90 188.
  • Mindestbestellwert für den Lieferservice ist 15 Euro.
Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald