Auf 15 Personen traf die Polizei in Huckarde. © Helmut Kaczmarek
Corona-Proteste

Nicht nur montags: Polizei rückte zu „Spaziergang“ am Mittwochabend aus

Neben den großen Corona-Protesten, die es montags in der Innenstadt gibt, wurde nun auch am Mittwochabend zu einem „Spaziergang“ aufgerufen. Die Polizei war im Dortmunder Westen im Einsatz.

Montag ist normalerweise der Tag der Corona-Proteste. Montags treffen sich in vielen Städten, so auch in Dortmund, Menschen, um gegen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Entweder als angemeldete Demonstration, oft als sogenannter „Spaziergang“.

Doch der Montag scheint nicht fix zu sein: Am Mittwoch wurde im Nachrichtendienst Telegram, in dem sich Querdenker austauschen und verabreden, zu einem „Spaziergang“ in Huckarde aufgerufen. 19 Uhr sollte es am Marktplatz losgehen. Auch die Polizei ist auf diesen Aufruf aufmerksam geworden. Eine Demonstration war nicht angemeldet, so Polizeisprecher Felix Groß.

Niemand hatte Plakate dabei

Die Beamten waren schließlich am Abend mit mehreren Einsatzwagen vor Ort, um die Lage zu beobachten. Am Huckarder Marktplatz seien sie auf 15 Personen getroffen, die sich versammelt hatten, so Groß. Plakate habe niemand dabei gehabt.

Die Polizei spricht nicht explizit von „Querdenkern“ oder Corona-Gegnern, die in Huckarde zusammengekommen sind. Groß: „Allerdings ist schon ziemlich klar, dass sich die Personen im Zusammenhang mit Corona verabredet haben.“ Und dass das Treffen im Kontext der „Spaziergänge“ der letzten Wochen zu sehen sei, zu denen die Querdenker-Szene aufgerufen hatte.

Polizei hatte harte Gangart angekündigt

Ende Dezember hatte die Polizei Dortmund angekündigt, gegen die „Spaziergänge“ härter vorzugehen. Die Treffen seien Protestversammlungen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen und müssten als Demonstration angemeldet werden. In Huckarde hat man nicht eingreifen müssen, heißt es: Die 15 Personen zerstreuten sich schnell. Groß: „Weiter ist nichts passiert.“

Auch für Mengede soll es am Sonntag Informationen unserer Redaktion nach den Aufruf zu einem „Spaziergang“ gegeben haben, bei dem es auch nur zu einem kleinen Kurzzeit-Treffen gekommen sein soll.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
Zur Autorenseite
Natascha Jaschinski

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.