Im Real in Kley gibt es zum Abschied hochprozentige Rabatte. Doch viele Schnäppchen-Jäger haben bereits zugeschlagen. Es ist nicht mehr alles verfügbar. © Holger Bergmann
Indupark

Noch ein Tag Real-Markt im Indupark: Lohnt sich ein letzter Besuch?

„Einmal hin, alles drin“, das ist der Werbe-Slogan der Real-Märkte. Der Real in Dortmund-Kley schließt am Samstag (16.10.) um 16 Uhr. „Einmal hin“ geht also noch. Aber „alles drin“ wird schwer.

Die Stimmung im Kleyer Real ist leicht bedrückend. Am Samstag (16.10.) um 16 Uhr schließt der Supermarkt. Bereits am Freitagvormittag war es längst nicht so voll, wie man es gewohnt ist in dem größten Supermarkt im Dortmunder Westen.

Da wirkten die freien Flächen im Markt besonders groß und die leeren Regale besonders lang. Der totale Ausverkauf hat seine Spuren hinterlassen. Die weniger werdenden Restwaren wurden im Laufe der Woche auf immer weniger Regale zusammengefasst.

Am Freitag füllten haltbare Lebensmittel wie eingekochte Wurst oder Gurken nur noch ein Regal. „Man kriegt nicht mehr alles“, sagt ein Rentner, der noch zwei Tüten geschnittenes Brot ergattert hat.

Fleischtheke ist geräumt

Zu den Dingen, die man nicht mehr bekommt, gehören auch viele Produkte aus dem letzten Prospekt. Das Stück Kassler Nacken, um 44 Prozent herabgesetzt, sucht man vergeblich. Die gesamte Fleischtheke ist bereits geräumt.

Von der Obst- und Gemüse-Abteilung sind nur noch vier Tische übriggeblieben. Die Schrumpfung hat für eine Freifläche gesorgt, die so groß ist, dass man darauf Fußball spielen könnte.

Wenn man denn einen Ball hätte. Hat man aber nicht. Die Spielzeugabteilung beschränkt sich auf ein knapp fünf Meter langes Regal. Lego-Produkte waren bereits am Freitag nicht mehr zu sehen. Von Playmobil noch exakt drei Spielsets.

Nur Reste bei den Spielsachen

Vermutlich gibt es mehrere Familien im Dortmunder Westen, die ihre Weihnachtseinkäufe für die Kleinen schon erledigt haben. Im Bereich der Tiefkühlprodukte sieht es ähnlich aus.

Die meisten Kühltruhen und -regale sind leer. Tiefkühl-Pizzen gibt es noch in großer Menge, aber die tragen auch keine Rabatt-Schilder. Bei Süßigkeiten sieht man eine weitgehend leere Abteilung.

Die Spirituosen-Abteilungen hat zwar ebenfalls deutlich weniger Regale, die, die noch da sind, sind aber gut bestückt.

Ein paar Einzelstücke

Wie ein letzter Gruß an die Kunden steht an jeder Kasse ein Aufsteller mit 30er-Packungen Mon Cheri. Laut der Plattform „idealo“ für 3,99 Euro sehr günstig.

Eines der letzten Schnäppchen, die man voraussichtlich auch am Samstag noch ergattern kann.

Einen Besuch ist auf jeden Fall der Real-Getränkemarkt wert. Gerade im Bereich Bier ist die Ausstattung noch beruhigend groß. Auch der Stapel mit Beck’s-Kisten, die mit einem Preis von 9,99 Euro locken, war am Freitag noch üppig.

Lohnt sich also am Samstag ein Besuch im schwindenden Real? Im Bereich Lebensmittel wird man den Wochenendeinkauf nicht mehr komplett erledigen können. Brot, Getränke und Tiefkühlpizza sind noch verlässlich vorrätig. Alle anderen Waren gibt es nur noch in Einzelstücken.

Am Mittwoch (20.10.), wenn der Real unter dem Namen Kaufland wieder öffnet, werden alle Regale wieder voll sein.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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