Rechteckig, weiß und mit grünem Dach: So soll die neue öffentliche Toilette in Lütgendortmund aussehen. © Grafik: Stadt Dortmund
Öffentliches WC

Pipi machen unter grünem Dach: Lütgendortmund bekommt eine neue Toilette

Wer in Lütgendortmund die öffentliche Toilette nutzen möchte, steht zur Zeit vor einer Baustelle: Die City-Toilette ist abgesperrt. Aber es kommt eine neue und die hat eine Besonderheit.

Seit 27 Jahren gehört sie fest zum Dorf: So alt ist laut Stadt die City-Toilette in Lütgendortmund, die zwischen dem Amtshaus und dem ehemaligen Konze-Haus steht. Doch ihre Zeit ist um: Seit Tagen wird das ovale Gebäude freigebuddelt. Denn die öffentliche Toilette kommt weg, so die Stadt. Sie wird aber ersetzt.

Hintergrund ist ein Betreiberwechsel: Bisher war die Firma Wall für die Toilettenhäuschen in Dortmund zuständig, nun ist die Stadt zum Unternehmen RBL Media gewechselt. Seit Juli errichtet der neue Betreiber auch neue Toiletten. Insgesamt 24 im gesamten Stadtgebiet. Und eine davon in Lütgendortmund.

Barrierefreier Zugang, spezielle Fliesen

Die neue Toilette kommt mit ihren weißen Wänden und der rechteckigen Form nicht nur chicer daher als die alte, sie soll auch was fürs Klima tun: Die Dächer sind begrünt und sollen so Kohlendioxid abbauen, heißt es bei RBL Media.

So sah die alte Toilette in Lütgendortmund aus. Sie wurde im Herbst ausgebuddelt.
So sah die alte Toilette in Lütgendortmund aus. Sie wurde im Herbst ausgebuddelt. © Natascha Jaschinski © Natascha Jaschinski

Die Toiletten sind außerdem mit einem Luftreinigungssystem sowie antibakteriell beschichteten Fliesen ausgestattet. Teurer werde es nicht, die neue Toilette zu nutzen: Es bleibt bei 50 Cent.

Wer zur Zeit eine Toilette im Dorf sucht: Die Filiale der Bäckerei Grobe macht als einziges Geschäft in Lütgendortmund mit bei der Aktion „Die nette Toilette“: Grobe öffnet seine Toilette für alle und bekommt im Gegenzug eine Reinigungspauschale von der Stadt.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski