Im Dortmunder Westen ensteht ein riesiges DHL Express Logistikzentrum. © DHL
25-Millionen-Euro-Plan

Riesen-Neubau: Dortmunder Anlage von DHL sortiert 4500 Päckchen pro Stunde

Auf einem riesigen Areal in Dortmund baut DHL Express Germany ein neues Logistikzentrum. 25 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Standort. Auch die Beschäftigen sollen profitieren.

Die Abriss-Bagger wüten schon lange, jetzt gibt die Firma DHL Express Germany den offiziellen Baubeginn für ihren neuen Betriebsstandort in Dortmund bekannt. Und der hat es in sich: „Mit dem Neubau verdoppeln wir nahezu die Kapazitäten unserer bisherigen Station in Dortmund“, erläutert Markus Reckling, Managing Director DHL Express Germany.

Bislang ist DHL Express Germany an der Westfaliastraße im Dortmunder Hafen beheimatet. Im Herbst 2021 will der nach eigenen Angaben weltweit führende Anbieter internationaler Express-Dienstleistungen in den Dortmunder Westen umziehen – und zwar in das Gewerbegebiet an der Germaniastraße in Marten.

DHL-Areal ist 20.000 Quadratmeter groß

Auf einem mehr als 20.000 Quadratmeter großen Areal, das früher der Nagel-Group gehörte, entstehen in den nächsten Monaten die Produktionshallen und Bürogebäude. Zusammen kommen sie auf eine Fläche von über 5000 Quadratmetern. Projektentwickler ist die Firma Kappel aus Bochum.

Seit März 2020 sind die Abrissbagger im Einsatz. Sie schaffen Platz für das neue DHL Express Logistikzentrum Dortmund.
Seit März 2020 sind die Abrissbagger im Einsatz. Sie schaffen Platz für das neue DHL Express-Logistikzentrum Dortmund. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

„Aufgrund des kontinuierlichen Sendungswachstums in der Region ist diese Erweiterung erforderlich geworden“, erklärt Markus Reckling. Mit dem Neubau fühle man sich für das prognostizierte regionale Plus in den kommenden Jahren bestens gerüstet.

Die neue Betriebsstätte soll über drei sogenannte PUD-Finger („Pick-up und Delivery“/abholen und ausliefern) mit direkten Be- und Entlademöglichkeiten für 90 Zustellfahrzeuge gleichzeitig ausgestattet werden. Zudem ist eine hochmoderne Sortieranlage geplant, die für ein Sendungsvolumen von 4500 Stück pro Stunde ausgelegt ist.

Über diese Anlage sollen alle nationalen und internationalen Express-Sendungen schnell und effizient bearbeitet werden. „Wir erreichen durch die operativen Neuerungen kürzere Bearbeitungszeitfenster in der Sendungsabwicklung sowie deutlich verbesserte Prozesse zugunsten unserer Kunden“, so Reckling weiter.

Ergonomische Arbeitsplätze im Büro und in der Halle

Zudem profitierten die Beschäftigten am neuen Standort von ergonomischen Arbeitsplätzen im Büro und in der Halle sowie von modern ausgestatteten Sozialräumen. Darüber hinaus werde auf den Einsatz energiesparender Materialien Wert gelegt – zum Beispiel sei für die gesamte Hallenbeleuchtung modernste LED-Technik geplant.

„Die neue DHL Express Station wird überdies die Sicherheitsanforderungen der Transported Asset Protection Association (TAPA) erfüllen und damit die weltweit anerkannte TAPA Klasse A-Zertifizierung als höchste Sicherheitsstufe im Lufttransport erhalten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

DHL Express Germany investiert in den neuen Express-Standort 25 Millionen Euro. Der Neubau in Dortmund sei Teil eines umfangreichen Infrastrukturprogramms, mit dem DHL Express Produktionsstätten in Deutschland – darunter München, Bielefeld, Berlin und Dresden – grundlegend modernisiert und erweitert.

Bezirksvertretung fordert ein Verkehrskonzept

Die Bezirksvertretung Lütgendortmund sieht den Neubau der DHL Express Station an der Germaniastraße äußerst kritisch. Sie befürchtet ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und fordert ein Verkehrskonzept. Auch das Martener Forum rechnet mit einer Verschlechterung der ohnehin schon schwierigen Verkehrssituation in der Germaniastraße, ihren Nachbarstraßen und im Martener Ortskern.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald