100 Tage im Amt: Flughafenchef zieht Bilanz

DORTMUND Seit dem 1. Oktober ist Markus Bunk im Amt. 100 Tage nach seinem Antritt als Flughafenchef zieht der 42-jährige im Interview mit unserer Redaktion eine erste Bilanz.

von Von Achim Roggendorf

, 07.01.2009, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Flughafenchef Markus Bunk will seinen Vertrag nicht verlängern.

Flughafenchef Markus Bunk will seinen Vertrag nicht verlängern.

Es war ja auch nicht zu erwarten, dass ein derartig komplexes Thema, dass schon so lange diskutiert wird, nun innerhalb von 100 Tagen erledigt ist. Ich bin aber – nachdem ich die handelnden Personen kennen gelernt habe – sehr zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit wissen woran wir sind.

Wie schon gesagt, der Entwicklungsschritt 2010 ist ein komplexes Thema, das entsprechende Erläuterung erfordert. Zudem steckt viel Emotion in dieser Materie. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies insbesondere in der Zeit vor der Kommunalwahl besonders intensiv diskutiert wird.

Die Bedeutung der Thematik in der Kommunalpolitik hat mich nicht überrascht. Bei den erforderlichen Entscheidungen habe ich allerdings eine andere Geschwindigkeit erwartet.

Ich freue mich, dass Herr Pohlmann sich in diesem Sinne geäußert hat, aber derzeit ist er einer von zwei Kandidaten. Dennoch ist es natürlich eine klare Richtungsangabe, der hoffentlich andere folgen.

Der Flughafen leidet, wie andere Unternehmen auch, derzeit unter den Folgen der gesamtwirtschaftlichen Lage und zusätzlich kämpfen die Fluggesellschaften mit der Wirtschaftlichkeit ihrer Strecken aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen in Dortmund. 2009 wird sicherlich schwierig. Ab 2010 erwarte ich aber wieder ein vernünftiges Wachstum. Voraussetzung dafür ist auch ein Signal an die Airlines, wie es in Dortmund in Sachen Betriebszeit und Bahnlänge weiter geht.

Zum einen mit Umsätzen durch unsere Kunden. Hier spreche ich von Fluggesellschaften und Passagieren, zum anderen auch durch ständige Prozessoptimierungen die zu weiteren Einsparungen führen werden. Klar muss aber sein, dass kaum eine Infrastruktur – sei es Bahn, Straße oder Flughäfen – ohne öffentliche Zuschüsse auskommt. Für uns ist es Ziel, mittelfristig im operativen Ergebnis eine schwarze Null zu schreiben.

Natürlich! Denn ich bin von der Sache und der Notwendigkeit des Ausbaus absolut überzeugt und glaube daran, dass auch alle Beteiligten dies letztlich erkennen und bestätigen.

Wieso sollte ich das tun? Ich fühle mich sehr wohl in Dortmund, habe einen spannenden Job und ein tolles Team.

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt