1000 Lehrer sollen mehr unterrichten

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 07.07.2009, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
1000 Lehrer sollen mehr unterrichten

Der Hilfe-Ruf aus dem Schulministerium kam für die meisten wohl passend zum Kofferpacken: Teilzeit-Lehrer werden in Zeiten pädagogischen Notstands zum Objekt größter Begierde bei NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU/Foto). Rund 1000 Lehrerinnen und Lehrer in Dortmund konnten ihren Bittbrief, wieder mehr Stunden zu unterrichten, aus den Briefkästen fischen.

In ganz NRW waren es gut 30 000 teilzeitbeschäftigte Lehrer, die den Hilferuf zum Auftakt der Sommerferien erhielten. Die Ministerin räumt in ihrem Schreiben "regionale und fächerspezifische Engpässe" bei der Besetzung von Lehrerstellen ein. Hintergrund ist der hohe Unterrichtsausfall bei allen Schulformen.

Allein an Gymnasien, Realschulen und Gesamtschulen in Dortmund fielen pro Schuljahr mindestens eine Viertel Million Unterrichtsstunden aus (bzw. 1200 Stunden pro Woche), hatten die SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Bollermann, Gerda Kieninger und Annegret Krauskopf Ende Januar kritisiert. Das Schulministerium spricht weiterhin nur von einer landesweiten Quote. Und die läge bei 2 Prozent Unterrichtsausfall. "Das ist der niedrigste jemals gemessene Wert", betont Sprecher Jörg Harm.

Der Stand vor den Ferien: An allen Schulformen unterrichten in Dortmund 5201 Lehrer, davon 3570 in Voll- und 1631 in Teilzeit. Die meisten Pädagogen sind an den Grundschulen beschäftigt, nämlich 1283. Davon arbeiten 774 voll und 509 in Teilzeit. An den Gymnasien unterrichten 875 Lehrer, 621 in Voll- und 254 in Teilzeit. Fast 700 Lehrer mit reduzierter Stundenzahl bekamen keinen Sommer-Brief. bö

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