10.000 feierten bei Juicy-Beats

DORTMUND Bunte Partykarawane im Westfalenpark: Am Samstag strömten über 10.000 Musikfans beim Juicy-Beats-Festival von einer Bühne zur nächsten. 80 DJ's und 50 Bands sorgten dabei für ausgelassene Party-Stimmung.

von Von Kai Uwe Brinkmann

, 29.07.2007, 19:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es bleibt dabei: Das „Juicy Beats“-Festival ist ein Pfund, mit dem Dortmund wuchern kann, ein glänzendes Aushängeschild. Wenn 10.000 Leute im Westfalenpark eine Fete feiern, ist die Mundpropaganda nicht hoch genug einzuschätzen. 80 DJ’s und 50 Bands tun ein Übriges, um Dortmunds Ruf als Musikstadt in die Welt zu posaunen. – Das organisatorische Dach, unter dem das Festival zu Hause ist, hat gewechselt. Doch davon ist für die Besucher nichts zu spüren.

Auf die wartet nach wie vor ein exquisites Programm, ein Querschnitt durch die Spielarten elektronischer Musik. Zu hören auf einem Gelände, wie es schöner nicht sein kann. Und so war am Samstag wieder die bunte Party-Karawane unterwegs. 14 Bühnen galt es abzuklappern. Der Dialogklassiker des Festival: „Wo ist die verdammte Ananas?“ Wahlweise auch „Kirsche“ oder „Kiwi“, nach den Früchten, die die Spielorte bezeichnen.

Auf den Bühnen oft zu hören: Ein Deejay plus Perkussion und Gesang. Zemaria aus Brasilien haben noch einen Bassisten dabei und kreieren einen knackigen Sound zwischen Elektro und House, der sofort in die Beine fährt. Barxino, ein Quartett aus Barcelona, schmeckt perlenden Rap und Laptop-Beats mit Salsa-Dip ab. Körpermusik!

2010 zweitägiges Festival?

Ein Trommler peitscht die Tänzer zusätzlich an. Ein Höhepunkt an der Worldbeat-Bühne. Später spielen Deichkind ihren Elektro-Party-Hop. Eine Show-Combo mit Waterkant-„Schnack“, geistige Brüder der Ersten Allgemeinen Verunsicherung. Idiotische Kostüme zwischen Biene Maja, Fozzybär, Supermann und Dada-Ulk. Sie hopsen auf dem Trampolin, schwingen eine Fahne mit der Parole „Yippie Yippie Yeah“.

„Krawall und Remmidemmi“ ist ein Hit, der das Publikum der fröhlichen Blödheit entgegentreibt. Auf der Reggaebühne: Bantaba aus Dortmund. Optisch eine Schülerband, aber feines Roots-Gespür. Exzellent auch Sebastian Sturm. Yellowman aus Jamaica: Fit wie ein Turnschuh, aber stimmlich nur heiser grummelnd. Die Nacht gehörte dann den Deejays: Evilmir bedient die „Kappenmafia“ mit Hiphop, DJ Dash bleibt der Meister des Drum’n Bass. „Juicy Beats“ muss und soll weitergehen: Für 2010 hofft der Veranstalter auf ein zweitägiges Festival.

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