130 Chöre singen am Samstag in Dortmunds City

Fest der Chöre

Das Fest der Chöre wird am Samstag Dortmunds City zum Klingen bringen: Rund 130 Chöre haben sich angemeldet für das nach eigener Aussage größte städtische Chorfest Deutschlands. Ein Überblick.

DORTMUND

, 16.06.2017, 13:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
130 Chöre singen am Samstag in Dortmunds City

Musikbegeistertes Gedränge vor der Reinoldikirche.

Die Hauptbühne steht auf dem Alten Markt. Hier eröffnen um 12 Uhr Bürgermeisterin Birgit Jörder und die Chöre Voice Unit und Voice’R’Us das Festival und singen als erstes Lied das Steigerlied –  „Tradition“, sagt Festivaldirektor Torsten Mosgraber.

Zwei Stunden vorher singen schon die Kinder: Um 10 Uhr treten im Rathaus fünf Kitachöre auf und singen Lieder wie „Singen ist ’ne coole Sache“ von Reinhard Horn.

 

Das ist neu:

Beim Abendkonzert von 20 bis 22 Uhr singen drei Chöre jeweils eine halbe Stunde: Mostly Five aus Lünen singen zu sechst A-cappella-Versionen von bekannten Popsongs. Heartchoir aus Wetter zeigen eine Mischung aus Soul, Pop und Gospel mit Bandbegleitung. Sounding People aus Dortmund versprechen „ausgefeilte Arrangements mit Beatbox-Begleitung“. Alter Markt, 20 Uhr.

Auszüge aus dem Oratorium „Peacemaker“ von Karl Jenkins singen rund 100 Sängerinnen und Sänger eines Projektchores mit Klavierbegleitung von 14 bis 14.30 Uhr in der Reinoldikirche. Das gesamte, etwa einstündige Oratorium führt der Projektchor am 1. Juli (Samstag) um 18 Uhr in der Reinoldikirche auf. Reinoldikirche, 14 Uhr.

So richtig schön mitsingen können Besucher um 17 Uhr im Rathaus. Dort stellt Chorleiter Winfried Meyer einen Flügel in die Mitte der zentralen Halle und ein paar hundert Stühle drum herum. Dann studiert er mit den Besuchern Lieder ein, dirigiert und begleitet am Flügel: Volkslieder wie „Die Gedanken sind frei“, Schlager wie „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini“, Klassiker wie „My Way“, Musicalstücke wie „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ und mehr. Rathaus, 17 Uhr.

Nach dem Druck der 30.000 Flyer, die jetzt schon an vielen Stellen der Innenstadt ausliegen, kam noch dieses Mitsing-Angebot dazu: Der deutsch-türkische Chor probt und singt von 13.30 bis 16.30 Uhr im Foyer des Orchesterzentrums, Brückstraße 47. Da kann jeder gern zwischendurch dazukommen, zuhören und mitsingen. Orchesterzentrum, 13.30 Uhr.

Das Festival umfasst insgesamt zehn Bühnen, auf denen den ganzen Tag hindurch gesungen wird: Alter Markt, Rathaushalle, Kleppingstraße Ecke Rosental, Reinoldi-Vorplatz, Reinoldikirche, Kampstraße am Straßenbahncafé, Westenhellweg vor Galeria Kaufhof, Petrikirche und Marienkirche.

Weitere Auftritte gibt es vor der Mayerschen Buchhandlung und vor dem Chill’r, Brückstraße 32. Singhaltestellen sind vor Just Music an der Kampstraße, auf dem Platz von Netanya, vor dem Andrä-CD-Laden am Mönchenwordt, vor Kosfeld auf der Petergasse und in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße.

 

Warum mitsingen?

Seit Jahren bleibt die Zahl der teilnehmenden Chöre etwa gleich, nach 2016 mit rund 100 Chören sind es nun wieder so viele wie 2015. Dass das Festival bei den Chören so beliebt ist, hat mehrere Gründe. Jeder Chor könne sich dort vielen Menschen präsentieren, sagt Chorleiter Winfried Meyer. Er wisse von einigen Chören, die über einen Fest-der-Chöre-Auftritt neue Mitglieder gefunden haben.

Zweitens könne man sich prima gute Ideen bei anderen Chören abgucken und Anregungen holen. Drittens komme man leicht mit anderen Chören in Kontakt, so hätten sich schon einige Kooperationen und neue Projekte ergeben.

Und der womöglich größte Vorteil: Der Auftritt bei Klangvokal kostet die Chöre keine Gebühr und keine Bühnenmiete, stattdessen erhalten sie von der Festivalleitung einen kleinen Unkostenbeitrag für Noten oder Outfits. Für seine eigenen Konzerte muss ein Chor nicht selten eine hohe Miete für den Auftrittsort zahlen, dazu die Werbung und Organisation übernehmen.

 

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