136 Stunden pro Woche offen

11.11.2007 / Lesedauer: 2 min

136 Stunden pro Woche offen

<p>Für Marlene Nagelsmeier-Linke und Norbert Gövert von der Uni-Bibliothek brechen neue Zeiten an: Heute fällt der Startschuss für die neuen Öffnungszeiten. Uni</p>

Die Zentralbibliothek der Universitätsbibliothek öffnet ab heute von montags 8 Uhr bis samstags 24 Uhr ihre Türen. Nur noch an Sonn- und Feiertagen bleibt die Einrichtung geschlossen.

Damit erhöht sie ihre Öffnungszeiten von bisher 69 auf 136 Stunden pro Woche. Die Bibliothek ist damit nach eigenen Angaben die Hochschulbibliothek mit den längsten Regelöffnungszeiten in NRW. Möglich wird die großzügige Erweiterung durch einen Pforten- und Empfangsdienst, der die Aufsicht übernimmt. Die Mittel hierfür stammen aus Studienbeiträgen.

Die Bibliothek reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Lese- und Arbeitsplätzen und hofft auf eine Entzerrung der - besonders in Prüfungszeiten - starken Nachfrage nach ruhigen Arbeitsplätzen.

Die Universitätsbibliothek folgt dem insbesondere in Nordamerika üblichen Servicegedanken der Bibliotheken, die dort meist bis spät nachts oder rund um die Uhr geöffnet sind. In Deutschland werden im Gegensatz dazu die Öffnungszeiten noch eher als dürftig empfunden. Lange Öffnungszeiten bis in die Nacht oder rund um die Uhr bieten in Deutschland bisher unter anderem die Uni-Bibliotheken Karlsruhe (168 Stunden/Woche), Konstanz (139 Stunden) Halle (113 Stunden) und Bielefeld (111 Stunden) an.

Die Ausleihe und Rückgabe von Medien in den Nachtstunden ist vorerst nicht möglich. Jedoch arbeitet die Universitätsbibliothek an der Einführung von Selbstverbuchungsanlagen. Die Nutzer können dann eigenständig Bücher entleihen. Auskunft und Beratung durch Bibliotheksmitarbeiter gibt es aber nur während der normalen Servicezeiten.

Die Erweiterung der Öffnungszeiten rund um die Uhr ist zunächst ein Angebot für sechs Monate.

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