14,5 Hektar Potenzial für "gute" Arbeit

Im Westen Die Zukunft der Arbeit - zumal, wenn sie mit akzeptablen Löhnen bezahlt wird - sieht im Dortmunder Nordwesten gar nicht so schlecht aus.

08.06.2008, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>SPD-Fraktionschefin Hannelore Kraft (Mitte) im Gespräch mit Ursula Mehrfeld und Udo Mager. Brede</p>

<p>SPD-Fraktionschefin Hannelore Kraft (Mitte) im Gespräch mit Ursula Mehrfeld und Udo Mager. Brede</p>

Jedenfalls, wenn man den Wortbeiträgen der Experten während des sonntäglichen Werkstattgesprächs des SPD-Ortsvereins Mailoh in der Kompressorenhalle der Kokerei Hansa zum Thema "Zukunft der Arbeit im Dortmunder Nordwesten - Gute Arbeit in der Region" glaubt.

Denn vor allem die Fläche nördlich der Kokerei Hansa - immerhin 14,5 Hektar groß - biete sich künftig geradezu für die Ansiedlung ortsteilnahen Gewerbes und die Vergrößerung bestehender Firmen an, erklärte Udo Mager, Chef der Dortmunder Wirtschaftsförderung.

70 Stellen

Nach Abschluss des Rahmenbetriebsplanes für das noch unter Bergaufsicht stehende Areal beginne die nächste Phase des Plans, die still gelegte Kokerei Hansa wieder zu einem Ort der Arbeit zu machen, hatte Ursula Mehrfeld, als Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur Hausherrin, zuvor gesagt. Die erste Phase sei im vollen Gange. Denn das Industriedenkmal Kokerei Hansa locke jährlich über 20 000 Besucher nach Huckarde. Die Stiftung, Gewerbe und Kletterhalle hätten bereits wieder 70 Arbeitsplätze auf dem Gelände geschaffen. Ursula Mehrfeld erhofft sich jetzt auch Unterstützung aus der Landes-SPD für die nächste Phase.

Existenz sichern

Was der prominenteste Gast des Vormittags mit Nicken quittierte. Hannelore Kraft, Vorsitzende der SPD-NRW-Landtagsfraktion, nahm sichtlich beeindruckt diese Entwicklungen zur Kenntnis. Geht es nach der SPD, sind es vor allem die kleinen Gewerbetreibenden, die Flächen wie Hansa Nord besetzen sollen. Und zwar mit Arbeitsplätzen, "von denen Menschen auch leben können." Zum Beispiel, indem der Mindestlohn Existenzen sichern helfe, sagte Hannelore Kraft.

Damit fand sie sich auf der selben Argumentationslinie wie Guntram Schneider, der DGB-Landesvorsitzende: "Wir müssen wieder dahin kommen, dass man mit einem Vollzeitarbeitsverhältnis sich und seine Familie ernähren kann."

Als Beispiele für zukunftsorientierte Politik in Dortmund nannten die Experten das IKEA-Distributionszentrum in Ellinghausen mit ca. 1200 Arbeitsplätzen, größtenteils "Blaumann"-Jobs, sowie das Kinder- und Jugend-Technologiezentrum. Udo Mager: "Es bietet Schulabgängern eine Perspektive in zukünftigen Berufsfeldern, damit sie nicht die Arbeitslosen von morgen sind." Bre

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